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Römisches Teleskop soll auch Killer-Asteroiden jagen

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Römisches Teleskop soll auch Killer-Asteroiden jagen
Photo: SpaceX · Unsplash
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Das Nancy-Grace-Roman-Weltraumteleskop der NASA soll Ende August 2026 vom Kennedy Space Center in Florida starten. Obwohl seine Hauptmission der Erforschung von Dunkler Materie und Dunkler Energie gilt, haben Forscher nun dargelegt, wie es auch potenziell gefährliche Asteroiden aufspüren kann. Ein Team aus Planetenwissenschaftlern und Astronomen wird seine Ergebnisse im September 2026 auf dem Europlanet Science Congress in Den Haag, Niederlande, präsentieren. Sie argumentieren, dass die Weitwinkel-Infrarotkamera des Teleskops es einzigartig geeignet macht, um nach Gesteinsbrocken zu suchen, die der Erde gefährlich werden könnten. Die 300-Megapixel-Kamera kann einen Himmelsausschnitt erfassen, der 100-mal größer ist als beim Hubble-Weltraumteleskop, und so kleine Asteroiden bis zu 18 Meter Länge entdecken. Diese Größe ist vergleichbar mit dem Tscheljabinsk-Asteroiden, der 2013 über Russland explodierte und 1.500 Menschen verletzte. Laut Bryan Holler, Forscher am Space Telescope Science Institute, entstand die Idee im Juli 2025, als ein Kollege vorschlug, den Wert des Roman-Teleskops für die Planetare Verteidigung gegenüber Gesetzgebern zu demonstrieren. Die Software des Teleskops verwirft derzeit Lichtspuren, die von Asteroiden verursacht werden, aber Astronomen könnten sie so anpassen, dass diese Objekte identifiziert und verfolgt werden. Andy Rivkin, Planetenwissenschaftler am Applied Physics Laboratory der Johns Hopkins University, merkt an, dass das Sichtfeld von Roman zwar viel größer ist als das des James-Webb-Weltraumteleskops, es aber JWST ergänzen würde, indem es mehrere Asteroiden schnell beobachtet. Romans Infrarotfähigkeiten können Größe und Zusammensetzung eines Asteroiden abschätzen, was entscheidend ist, um Einschlagsschäden oder Ablenkungsmaßnahmen zu bewerten. Das Planetary Defense Coordination Office der NASA befasst sich mit Asteroiden über 140 Meter Länge; von den geschätzten 25.000 in erdnahen Umlaufbahnen ist etwas mehr als die Hälfte noch unentdeckt. Es gibt außerdem rund 230.000 Asteroiden mit 50 Metern Länge, von denen weniger als 10 Prozent lokalisiert sind. Die kommende NEO-Surveyor-Mission, die 2027 starten soll, wird gezielt nach diesen Bedrohungen suchen, aber Roman kann helfen, indem es Umlaufbahnen verfeinert und Folgebeobachtungen priorisiert. Alise Fisher, Leiterin der Astrophysik-Kommunikation bei der NASA, sagt, dass Romans umfangreiche kosmische Stichproben Möglichkeiten für zusätzliche Wissenschaft bietet. Durch die Zusammenarbeit mit Teleskopen wie JWST und dem Vera-C.-Rubin-Observatorium könnte Roman helfen, Einschlagsrisiken auszuschließen oder Ziele zu identifizieren, die weiterer Untersuchung bedürfen – und so zur Planetaren Verteidigung beitragen, während es seine Kernziele in der Astrophysik verfolgt.

Quellen

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