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PUNCH sagt Sonnensturm-Ankunft in 30 Minuten voraus

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PUNCH sagt Sonnensturm-Ankunft in 30 Minuten voraus
Photo: SpaceX · Unsplash
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Die NASA-Mission PUNCH hat einen bedeutenden Fortschritt in der Vorhersage von Sonnenstürmen erzielt: In einem Proof-of-Concept-Test sagte sie die Ankunft eines koronalen Massenauswurfs auf 30 Minuten genau voraus. Die Ergebnisse wurden am 4. August 2026 auf dem Wissenschaftstreffen des Committee on Space Research vorgestellt und werden derzeit beim Fachjournal Space Weather begutachtet.

Craig DeForest, leitender Wissenschaftler von PUNCH am Southwest Research Institute in Boulder, Colorado, bezeichnete das Ergebnis als verblüffend. Er verglich die Verbesserung mit dem Sprung von der Dampfmaschine zum modernen Verbrennungsmotor.

Sonnenstürme durch koronale Massenauswürfe können Stromnetze, Satelliten und die Sicherheit von Astronauten beeinträchtigen, weshalb präzise Ankunftsvorhersagen entscheidend sind. Bisher konnten Wissenschaftler diese Auswürfe nur etwa ein Fünftel ihrer Reise von der Sonne zur Erde verfolgen, was eine große Beobachtungslücke hinterließ.

Die 2025 gestartete PUNCH-Mission nutzt vier Raumfahrzeuge in einer niedrigen Erdumlaufbahn, um kontinuierlich 3D-Bilder des inneren Sonnensystems zu erstellen. Alle vier Minuten wird ein neues Bild aufgenommen, sodass Wissenschaftler koronale Massenauswürfe fast bis zur Erde verfolgen können.

In dem Test verwendeten die Wissenschaftler Daten eines koronalen Massenauswurfs, der die Sonne am 31. Mai 2025 verließ. Sie speisten PUNCH-Bilder in ein Computermodell ein, das die Vorderkante, Geschwindigkeit und Geometrie des Auswurfs analysierte. Zwölf Stunden nach dem Ereignis sagte das Modell voraus, dass der Sturm acht Stunden später die Erde erreichen würde – und diese Vorhersage war auf 30 Minuten genau, also zehnmal besser als die 5-Stunden-Spanne herkömmlicher Methoden. Das Modell zeigte auch an, wann sich seine Schätzung stabilisierte, was den Prognostikern Sicherheit gab.

Über die Vorhersage hinaus zeigten die hochauflösenden Bilder von PUNCH, dass koronale Massenauswürfe klumpiger sind als gedacht und sich weiterhin durch das Sonnensystem entwickeln. Die Daten helfen Forschern auch, das Verhalten von Plasma im Weltraum zu untersuchen, mit Auswirkungen auf das Verständnis von Sternentstehungsregionen. Das Southwest Research Institute in San Antonio leitet die Mission, mit Betrieb in Boulder; das Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt, Maryland, verwaltet sie für die Science Mission Directorate in Washington.

Quellen

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