SpaceX plant terrestrisches Mobilfunknetz gegen US-Konkurrenz
SpaceX hat Pläne für den Aufbau eines terrestrischen Mobilfunknetzes angekündigt, das direkt mit T-Mobile, AT&T und Verizon um Kunden konkurrieren soll. Die Ankündigung erfolgte während der ersten Telefonkonferenz zu den Geschäftsergebnissen des Unternehmens am 5. August 2026, als Präsidentin Gwynne Shotwell und CEO Elon Musk die Strategie in einer Fragerunde erläuterten. Shotwell erklärte, dass das von EchoStar erworbene Spektrum terrestrische Komponenten umfasse und SpaceX „definitiv beabsichtigt, die terrestrische Komponente auszubauen“, um einen vollwertigen Mobilfunkdienst zu schaffen, der Satellitenkapazität mit Bodeninfrastruktur kombiniert. Der Schritt zielt auf den US-amerikanischen Mobilfunkmarkt, den Shotwell auf rund 600 Milliarden Dollar jährlich schätzt, und sie erwartet, „ziemlich viele“ Abonnenten von den dominierenden Anbietern zu gewinnen, da sie glaubt, dass der Service von SpaceX besser sein wird. Musk betonte, dass das Netzwerk mit kleinen Basisstationen gebaut werden könnte, die in Starlink-Breitbandschüsseln integriert sind, anstatt mit teuren, großen Mobilfunkmasten, wobei die Dachstandorte der Schüsseln für eine klare Verbindung zu den Handys genutzt werden. SpaceX betreibt bereits einen Direct-to-Device-Dienst namens Starlink Mobile, der derzeit das Netz von T-Mobile ergänzt, indem er in Funklöchern begrenzte Nachrichten- und Datenübertragung ermöglicht. Shotwell sagte, der Dienst werde „100-mal besser“, sobald er die EchoStar-Bandbreite und die nächste Generation der Starlink-Mobile-V2-Satelliten nutze, die „im nächsten Jahr starten werden“. Das Unternehmen hat von EchoStar nur 65 Megahertz Spektrum erworben, weit weniger als jeder der drei großen Anbieter besitzt, sodass für ein landesweites Netz möglicherweise mehr Spektrum oder innovative Lösungen erforderlich sind. Shotwell deutete „großartige und neue Ideen“ für eine effiziente Bodeninfrastruktur an und schlug vor, dass Mobilfunk-Basisstationen auf den Halterungen der Starlink-Schüsseln platziert werden könnten, wodurch kleine Femtozellen entstehen, die bei Bedarf eingesetzt werden. Musk führte aus, dass dieser Ansatz eine höhere Bandbreite bieten könnte als aktuelle Mobilfunkangebote, und nannte dies „einen wichtigen Punkt“. Die größeren Ambitionen von SpaceX waren bereits vor dem Börsengang gemunkelt worden; Shotwell hatte Investoren zuvor von Plänen erzählt, Mobilfunkverträge direkt an Privatpersonen in den USA zu verkaufen. Der Einstieg des Unternehmens in den terrestrischen Mobilfunkmarkt signalisiert einen bedeutenden Wandel und könnte den Wettbewerb in der Mobilfunkbranche neu gestalten.
Quellen
- The VergeSekundär
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