Studie zeigt: Frühe Schlangen hatten vielfältige Gehirne und Ökologien
Eine neue, in Nature veröffentlichte Studie zeigt, dass die frühesten Schlangen eine überraschende Vielfalt in Gehirnform und Ökologie aufwiesen, was lang gehegte Annahmen über die Schlangenevolution in Frage stellt. Forscher analysierten CT-Scans von versteinerten Schädeln vier urzeitlicher Schlangenarten, die vor 100 bis 70 Millionen Jahren in der Kreidezeit lebten. Die Ergebnisse zeigen, dass diese frühen Schlangen bereits unterschiedliche Gehirnmorphologien besaßen, die an verschiedene Lebensweisen angepasst waren, darunter grabende, aquatische und terrestrische Lebensräume.
Die Studie beeinflusst unser Verständnis der Schlangenursprünge und legt nahe, dass der gemeinsame Vorfahre aller Schlangen möglicherweise ökologisch vielfältiger war als bisher angenommen. Dies ist von Bedeutung, da es die Erzählung der Schlangenevolution neu gestaltet und darauf hindeutet, dass Schlüsseladaptionen wie Gift und Würgen möglicherweise später entstanden sind als die Diversifizierung der Gehirn- und Sinnessysteme. Das Forschungsteam unter der Leitung von Wissenschaftlern der University of Alberta und der University of Bristol nutzte hochauflösende CT-Scans, um die Gehirnkapseln der Fossilien zu rekonstruieren, zu denen Arten aus Südamerika, Afrika und Europa gehörten.
Konkrete Zahlen und Daten aus der Studie umfassen die vier fossilen Arten: Dinilysia patagonica (85 Millionen Jahre alt), Najash rionegrina (95 Millionen Jahre) und zwei unbenannte Arten aus dem Cenomanium (vor 100 Millionen Jahren). Die Scans ergaben, dass Dinilysia ein an das Graben angepasstes Gehirn hatte, während Najash Merkmale aufwies, die mit einem Leben an der Oberfläche verbunden sind. Die Forscher stellten auch fest, dass das Verhältnis von Gehirn- zu Körpergröße bei diesen frühen Schlangen mit dem moderner Schlangen vergleichbar war, was darauf hindeutet, dass die Gehirngröße früh evolvierte.
Hintergrundinformationen aus der Quelle weisen darauf hin, dass frühere Theorien annahmen, Schlangen hätten sich von einem grabenden Vorfahren mit einem einfachen Gehirn entwickelt, doch die neuen Belege deuten auf eine komplexere frühe Geschichte hin. Der Hauptautor der Studie, Dr. Hongyu Yi, erklärte, dass die Ergebnisse „die Vorstellung widerlegen, dass frühe Schlangen alle eine ähnliche Gehirnform hatten.“ Die wahrscheinlichen nächsten Schritte umfassen die weitere Analyse zusätzlicher Fossilien, um nachzuvollziehen, wie sich Schlangengehirne im Laufe der Zeit entwickelten, und die Integration dieser Daten mit genetischen Studien, um den Stammbaum der Schlangen zu verfeinern.
Quellen
- Google News ScienceSekundär
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