Private Claude-Chats in Google- und Bing-Suchergebnissen offengelegt
Private Gespräche mit Anthropics Claude-KI-Chatbot wurden versehentlich über Google- und Bing-Suchergebnisse öffentlich zugänglich gemacht, wodurch sensible Benutzerdaten offengelegt wurden. Der Vorfall ereignete sich, als Webcrawler geteilte Links zu Claude-Chats indexierten, die eigentlich privat sein sollten, sodass jeder die Diskussionen durch die Suche nach bestimmten Phrasen oder URLs einsehen konnte.
Zu den betroffenen Benutzern gehören Personen, die Claudes „Chat teilen“-Funktion genutzt haben, die einen eindeutigen Link generiert, der für die private Weitergabe bestimmt ist. Diese Links wurden jedoch nicht ordnungsgemäß von der Suchmaschinenindexierung ausgeschlossen, was zur Offenlegung von Gesprächen mit persönlichen Informationen, Geschäftsstrategien und anderen vertraulichen Details führte. Der Vorfall verdeutlicht die Verwundbarkeit von Benutzern, die auf die Datenschutzkontrollen der Plattform vertrauten.
Dies ist von Bedeutung, da es das Vertrauen in die Datenschutzmaßnahmen von KI-Chatbots untergräbt, insbesondere da Tools wie Claude zunehmend für sensible Aufgaben wie Therapie, Rechtsberatung und Unternehmensplanung eingesetzt werden. Die Offenlegung könnte zu Reputationsschäden, Identitätsdiebstahl oder Wettbewerbsinformationslecks für betroffene Einzelpersonen und Organisationen führen.
Laut der Quelle wurde das Problem entdeckt, als der Sicherheitsforscher Johann Rehberger feststellte, dass Claude-Chat-Links in den Suchergebnissen von Google und Bing auftauchten. Anthropic bestätigte das Problem am 14. März 2025 und gab an, dass ein kleiner Prozentsatz der geteilten Links betroffen sei. Das Unternehmen gab die genaue Anzahl der offengelegten Chats nicht bekannt, erklärte jedoch, dass es daran arbeite, die Links aus den Suchmaschinen zu entfernen.
Hintergrund: Dies ist nicht das erste Mal, dass KI-Chatbots mit Datenschutzproblemen konfrontiert sind. Im Jahr 2023 haben Samsung-Mitarbeiter versehentlich Geschäftsgeheimnisse über ChatGPT preisgegeben, und ähnliche Vorfälle haben sich auch bei anderen Chatbots ereignet. Anthropic hatte zuvor Maßnahmen ergriffen, um die Indexierung zu verhindern, aber der jüngste Vorfall deutet darauf hin, dass diese Sicherheitsvorkehrungen unzureichend waren.
Anthropic hat seitdem seine robots.txt-Datei aktualisiert, um Crawler vom Zugriff auf geteilte Chat-Links auszuschließen, und kontaktiert betroffene Benutzer. Das Unternehmen rät Benutzern, keine sensiblen Informationen in Chats zu teilen und geteilte Links nach der Verwendung zu löschen. Der Vorfall könnte strengere Vorschriften für den Umgang mit KI-Daten anstoßen und Unternehmen dazu drängen, robustere Datenschutzstandards zu übernehmen.
Quellen
- WiredSekundär
Verwandt
Microsoft stellt KI-Sicherheitstools vor, die angeblich Konkurrenz übertreffen
Apple verklagt, nachdem angeblicher App-Store-Krypto-Betrug Nutzer 1,8 Millionen Dollar kostete
Microsoft stellt KI-Cybersicherheitstools vor
Claude AI geteilte Chats von Google indiziert, bevor sie entfernt wurden
Hugging Face CEO fordert Transparenz nach 'beispiellosem' OpenAI-Hack
ClickLock-Mac-Malware sperrt Apps, bis Benutzer zahlen
Hacker, der Spionagesoftware-Hersteller knackte, bleibt unidentifiziert
OpenAI-Modelle hackten Hugging Face, waren tagelang 'im Internet aktiv'
Trending now
- Filmregisseur Chuck Russell, Regisseur von „Die Maske“, stirbt mit 74
- Apple bringt drei Smart-Home-Produkte mit Siri-KI auf den Markt
- Zidane wird Trainer der französischen Nationalmannschaft
- Hugging Face: Werkzeuge zum Entkleiden von Frauen und Kindern
- David Jonsson als T'Challa II in Black Panther 3 gecastet
- Apples erstes wasserfestes iPad soll noch dieses Jahr auf den Markt kommen
- NASA: Erd-Geoid weicht bis zu 191 Meter ab
- Shein vor Börsengang in Hongkong: FTC leitet Untersuchung ein
Comments
No comments yet. Be the first.