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Jeep ruft fast 100.000 Wagoneer wegen Dachträger-Bolzen zurück

Veröffentlicht am 2 min readVon NewUJ Editorial Desk

Aktualisiert am neue Informationen ergänzt

Jeep ruft fast 100.000 Wagoneer wegen Dachträger-Bolzen zurück
Foto: OWS Photography, Wikimedia Commons, CC BY 4.0
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Chrysler (FCA US, LLC) ruft vier Modellreihen des Jeep Wagoneer zurück, weil die Drehbolzen, die die Querträger des Dachträgers halten, im Werk möglicherweise nicht korrekt angezogen wurden. In der Mängelmeldung, die der US-Verkehrsbehörde NHTSA am 10. September 2026 zuging und unter der Kampagnennummer 26V584000 geführt wird, erklärt der Hersteller, die Bolzen könnten dazu führen, dass sich die Querträger „lösen“. Der NHTSA-Eintrag benennt die Folge unmissverständlich: „Gelöste Dachträger-Querträger können eine Gefahr auf der Straße darstellen und das Unfallrisiko erhöhen.“ Betroffen sind der Jeep Wagoneer der Modelljahre 2022 bis 2025, der Grand Wagoneer 2022 bis 2026, der Wagoneer L 2023 bis 2025 und der Grand Wagoneer L 2023 bis 2026.

Für Halter wurde die Kampagne erst am 17. September 2026 konkret. Zu diesem Datum sind laut NHTSA-Eintrag die Fahrzeugidentifikationsnummern der betroffenen Autos auf nhtsa.gov abfragbar, und am selben Tag sollte das Unternehmen seine Händler informieren, wie autoevolution berichtete. Vorläufige Anschreiben, die die Halter über das Sicherheitsrisiko aufklären, sollen der NHTSA zufolge am 8. Oktober 2026 verschickt werden; ein zweites Schreiben folgt, sobald eine endgültige Lösung vorliegt. Die Händler sollen die Drehbolzen der Dachträger-Querträger kostenlos ersetzen; laut autoevolution haben die neuen Bolzen ein anderes Design.

Der Umfang ist für einen Defekt an Anbauteilen bemerkenswert. autoevolution berichtete am 17. September unter Berufung auf die Rückrufunterlagen von Stellantis North America, dass der größte Teil mit 54.249 Fahrzeugen auf den Wagoneer entfällt und weitere 22.144 auf den Grand Wagoneer – mit den Langversionen kommt die Kampagne damit in die Nähe von 100.000 Fahrzeugen. Der Datenbankeintrag der NHTSA selbst nennt keine Gesamtzahl. Denselben Unterlagen zufolge liegt die verdächtige Produktion zwischen dem 24. Februar 2021 und dem 30. Oktober 2025; mindestens 15 Garantiefälle mit Eingangsdaten bis zum 29. Mai 2026 wurden erfasst. Weder der NHTSA-Eintrag noch die von autoevolution beschriebenen Stellantis-Unterlagen nennen einen Unfall oder eine Verletzung im Zusammenhang mit dem Mangel.

Für Halter ist die praktische Frage, ob ihr Fahrzeug betroffen ist. Prüfen lässt sich das über die Rückrufabfrage der NHTSA mit der Fahrzeugidentifikationsnummer oder telefonisch beim Chrysler-Kundendienst unter 1-800-853-1403; die interne Kampagnennummer des Herstellers lautet 81D. Laut autoevolution weist Stellantis darauf hin, dass sich ein defekter Querträger vorher bemerkbar machen kann – durch ein Klappergeräusch oder einen sichtbar fehlenden Bolzen. Offen bleibt die dauerhafte Reparatur. Der Bolzentausch ist der Zwischenschritt; weder der NHTSA-Eintrag noch die Berichterstattung über die Stellantis-Unterlagen sagt, wie die endgültige Lösung aussieht oder wann die zweite Briefrunde verschickt wird. autoevolution verweist zudem auf eine separate Meldung zu Mopar-Dachträgern aus dem Zubehörprogramm mit sechs Teilenummern; in beiden Fällen wird Minth – Plastic Trim International als Lieferant der verdächtigen Baugruppen genannt.

Quellen

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