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BYD ruft 183.211 Tang und Qin wegen Bremspedal-Mangel zurück

Veröffentlicht am 2 min readVon NewUJ Editorial Desk

Aktualisiert am neue Informationen ergänzt

BYD ruft 183.211 Tang und Qin wegen Bremspedal-Mangel zurück
Foto: User3204, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
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Chinas Marktaufsichtsbehörde SAMR (State Administration for Market Regulation) hat am 18. September 2026 eine Rückrufmeldung veröffentlicht, die 183.211 Fahrzeuge von BYD betrifft — durchweg ältere Modelle der Baureihen Tang und Qin, gebaut zwischen 2014 und 2022.

Die Meldung teilt den Rückruf in vier Gruppen auf: 58.026 Tang aus der Produktion vom 28. März 2015 bis 21. Dezember 2018, 77.846 Tang DM der neuen Generation vom 19. Mai 2018 bis 14. Januar 2022, 7.023 Tang EV der neuen Generation vom 27. Dezember 2018 bis 25. Oktober 2021 sowie 40.316 Qin vom 27. Juni 2014 bis 9. Juni 2019.

Das schadhafte Bauteil ist klein: der Anschlagpuffer des Bremspedals. Laut SAMR weist das Material dieses Puffers eine chargenbezogene Abweichung auf, wodurch das Teil nach längerem Gebrauch reißen und zerbröseln kann. Im Extremfall löst es sich vollständig — und dann können die Bremsleuchten dauerhaft leuchten, obwohl der Fahrer gar nicht bremst.

Dieser Ablauf erklärt, warum der Rückruf so weit zurückreicht. Ein Puffer, der erst "nach längerem Gebrauch" verschleißt, fällt nicht im Neuwagen aus, sondern erst Jahre später. Die ältesten betroffenen Qin liefen Mitte 2014 vom Band, die jüngsten Tang DM Anfang 2022: acht Produktionsjahre in einer einzigen Meldung.

Die Tragweite ergibt sich aus der Funktion der Bremsleuchte. Sie ist ein Signal an den nachfolgenden Verkehr und trägt nur deshalb Information, weil sie die meiste Zeit aus ist. Ein Fahrzeug mit dauerhaft leuchtenden Bremsleuchten sagt den Fahrern dahinter nichts mehr. Genau so beschreibt SAMR das Risiko: Der Fehler könne nachfolgenden Fahrzeugen falsche Signale senden und damit eine Sicherheitsgefahr darstellen.

Die Reparatur ist kostenlos. BYD lässt den betroffenen Anschlagpuffer bei autorisierten Händlern durch ein verbessertes Teil ersetzen, ohne Kosten für die Halter; laut SAMR läuft das Programm ab dem Tag der Bekanntmachung. Fahrzeuge, bei denen der Puffer bereits getauscht wurde, brauchen keine weitere Maßnahme.

Einiges bleibt offen. Weder die SAMR-Meldung noch die Berichterstattung darüber erklärt, wie der Mangel entdeckt wurde oder wie viele Halter das Symptom gemeldet haben; in den bislang veröffentlichten Unterlagen sind auch keine Unfälle oder Verletzungen mit dem Fehler verknüpft. Halter betroffener Tang- und Qin-Modelle können über die Fahrgestellnummer bei einem autorisierten BYD-Händler prüfen lassen, ob ihr Auto dabei ist — dort wird das Ersatzteil auch eingebaut.

Quellen

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