Huaweis KI-System mit 4.096 Chips ersetzt 48.000 Optikmodule

Huawei eröffnete seine jährliche Konferenz Huawei Connect am 17. September 2026 in Shanghai mit der Vorstellung eines neuen KI-Flaggschiffsystems. In einer Keynote rund um das Thema, das "Silizium-Fundament" einer intelligenten Welt zu bauen, präsentierte Wang Tao, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und rotierender Vorsitzender, der auch den Namen David Wang verwendet, den Atlas 960E SuperPoD. Huawei beschreibt ihn als das erste KI-Rechensystem der Branche, das auf Near-Packaged Optics (NPO) aufbaut. Das System verbindet 4.096 Beschleunigerkarten; Huawei gibt bis zu 8 EFLOPS FP8-Rechenleistung und bis zu 1 Petabyte HBM-Speicher an.
Bemerkenswert ist vor allem die Optik. Nach den aus der Keynote überlieferten Angaben Huaweis nutzt ein einzelner Atlas 960E SuperPoD rund 5.500 der neuen Hi-ONE-Optikmodule anstelle der etwa 48.000 steckbaren 800G-Optikmodule, die ein herkömmliches Design dieser Größe benötigen würde. Laut Huawei senkt dieser Tausch die Leistungsaufnahme um mehr als 550 Kilowatt, verdoppelt die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen und hebt die Systemverfügbarkeit auf 99,8 %. Jede Hi-ONE-Einheit überträgt 7,2 Terabit pro Sekunde; Huawei nennt sie das erste in Serie gefertigte NPO-Produkt mit integrierter Lichtquelle. Alle diese Zahlen stammen vom Unternehmen selbst und wurden nicht unabhängig überprüft.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Huawei zog auch seinen Chip-Fahrplan vor: Der Ascend 960DT kommt nun im ersten Quartal 2027, drei Quartale früher als geplant, der 960PR im dritten Quartal, wie die Reuters-Meldung aus Shanghai berichtet. Ascend 970 und 980 sind für 2028 und 2029 vorgesehen. Die Ankündigung fiel wenige Tage vor ein für den 24. September in Washington erwartetes Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatspräsident Xi Jinping. George Chen, Partner bei der Beratung The Asia Group, sagte der Associated Press, der Zeitpunkt "unterstreicht Pekings Selbstvertrauen und Ehrgeiz in Technologie und Innovation". Die AP beschrieb die Woche als Verringerung, nicht als Schließung des Abstands zu Nvidia.
Für potenzielle Käufer kam der folgenreichste Satz von einem anderen Manager. Der rotierende Vorsitzende Eric Xu sagte Reportern, Huawei könne nicht einmal für China genug KI-Rechentechnik bauen. "Da wir nicht genug Kapazität haben, um auch nur die Nachfrage in China zu decken, planen wir keine umfassende Expansion in den internationalen Markt", sagte Xu laut Reuters. Einige Länder mit besonders starker Nachfrage würden beliefert, die Mengen blieben aber begrenzt.
Zwei Fragen bleiben offen. In Huaweis eigener Mitteilung vom 18. September 2025 stand ein Atlas 960 SuperPoD mit 15.488 Ascend-NPUs auf dem Fahrplan; das diese Woche vorgestellte Gerät trägt das Kürzel "E" und die Konfiguration mit 4.096 Karten. Huaweis chinesischsprachige Unterlagen nennen es Ascend 960 SuperPoD, die AP verwendete schlicht den Namen Atlas 960 SuperPoD. Auch ein Verfügbarkeitsdatum für den SuperPoD selbst fehlt in der schriftlichen Mitteilung. Berichte aus der Keynote deuten auf eine luftgekühlte Variante im zweiten und eine flüssigkeitsgekühlte im dritten Quartal 2027 hin, schriftlich bestätigt hat das Unternehmen diese Termine nicht.
Transparenzhinweis: Der redaktionelle Prozess von NewUJ nutzt die Claude-Modelle von Anthropic.
Quellen
- Huawei — Huawei Unveils World's Most Powerful SuperPoDs and SuperClusters (18 Sept 2025)Primärquelle
- Associated Press (via News4JAX)Agentur
- Reuters (via GuruTrade)Agentur
- Inside AISekundär
- Saudi ShopperSekundär
- Huawei CentralSekundär
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