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Waymo startet 2028 Robotaxi-Dienst in Singapur

Veröffentlicht am 2 min readVon NewUJ Editorial Desk

Aktualisiert am neue Informationen ergänzt

Waymo startet 2028 Robotaxi-Dienst in Singapur
Foto: Waymo
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Waymo wird 2028 einen kommerziellen Robotaxi-Dienst in Singapur starten. Das teilte das US-amerikanische Unternehmen für autonomes Fahren in einem Blogbeitrag vom 17. September mit. Der Stadtstaat wird damit zu Waymos erstem Markt in Südostasien. Betrieben wird der Dienst über die Waymo-App, in Partnerschaft mit dem singapurischen Verkehrsministerium und der Land Transport Authority.

Der Einstieg erfolgt bewusst langsam. Eine erste Flotte vollelektrischer Jaguar I-PACE soll laut Waymo "in den kommenden Monaten" eintreffen, um den lokalen Betrieb aufzubauen. Über das gesamte Jahr 2027 folgt eine sogenannte Readiness-Phase: Geschulte Spezialistinnen und Spezialisten steuern die Fahrzeuge manuell durch Singapurs Straßen und passen den Waymo Driver an die örtliche Straßengeometrie und die Monsun-Wetterlagen an. Fahrten für die Öffentlichkeit sind erst ab 2028 vorgesehen. Wie groß die erste Flotte ausfällt, teilte Waymo nicht mit.

Die Ankündigung kommt wenige Tage nachdem das Unternehmen erklärt hatte, 2027 in Tokio kommerziell zu starten – gemeinsam mit dem Taxi-App-Betreiber GO und dem Taxiunternehmen Nihon Kotsu. Bei einer Launch-Veranstaltung in Singapur am 18. September sagte Verkehrsminister Jeffrey Siow, Waymo bringe "Weltklasse-Technologie und operative Expertise nach Singapur" und bringe das Land seiner Vision neuer Verkehrsangebote näher. Waymo-Co-CEO Tekedra Mawakana erklärte, Singapur habe "eines der sichersten, effizientesten und zukunftsorientiertesten Verkehrssysteme der Welt aufgebaut".

Der Markt ist bereits umkämpft. Wie Fortune berichtet, kündigten die chinesischen Robotaxi-Firmen WeRide und Pony AI im September vergangenen Jahres getrennte Partnerschaften mit der Fahrdienst-Plattform Grab und dem Verkehrsbetreiber ComfortDelGro an. Beide betreiben autonome Shuttle-Dienste im Bezirk Punggol, den die Regierung als Testfeld für physische KI-Technologie ausgewiesen hat. Waymo trifft dort auf zwei finanzstarke Wettbewerber mit Vorsprung.

Warum das wichtig ist: Monsunregen und dichte Stadtstraßen sind anspruchsvoller als die Bedingungen in Phoenix und San Francisco, wo Waymo seine Bilanz aufgebaut hat. Genau deshalb plant das Unternehmen ein volles Jahr allein für die Anpassung ein. Waymo gibt an, mehr als 20 Millionen vollständig autonome Fahrten absolviert und mehr als 300 Millionen vollständig autonome Kilometer zurückgelegt zu haben – und in den US-Städten mit vollautonomem Betrieb 94 Prozent weniger Unfälle mit Verletzungsfolge zu verzeichnen als menschliche Fahrer. Ob diese Werte unter tropischen Bedingungen Bestand haben, wird sich in Singapur zeigen.

Für Fahrerinnen und Fahrer bleiben die kurzfristigen Folgen überschaubar. Siow sagte im Juli im Parlament, Singapur habe mehr als 70.000 Taxi- und Mietwagenfahrer, denen rund 20 autonome Fahrzeuge auf den Straßen gegenüberstünden. "Selbst wenn ich heute jedes autonome Fahrzeug der Welt einsammeln und nach Singapur bringen würde, wären es nur etwa 7.000 Autos."

Offen bleiben: Flottengröße, Preise, Bediengebiet und die Genehmigungen, die Waymo bis 2028 benötigt.

Quellen

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