Raumfahrt

Erster Exomond um Braunen Zwerg entdeckt

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Erster Exomond um Braunen Zwerg entdeckt
Photo: Bill Jelen · Unsplash
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Astronomen haben einen großen Mond entdeckt, der den Braunen Zwerg CD-35 2722 B umkreist – der erste eindeutige Nachweis eines Exomonds. Die Entdeckung wurde letzten Monat in Nature veröffentlicht und basiert auf Beobachtungen zwischen Oktober 2023 und Februar 2026.

Der Exomond-Kandidat umkreist CD-35 2722 B, einen Braunen Zwerg mit etwa der 37-fachen Masse des Jupiter, der 73 Lichtjahre entfernt im System des Sterns CD-35 2722 liegt. Der Braune Zwerg und sein Zentralstern sind scheinbar etwa 2,8 Bogensekunden voneinander getrennt; der Stern hat etwa 40 Prozent der Sonnenmasse.

Diese Entdeckung ist bedeutsam, weil sie das erste klare Signal eines Satelliten außerhalb unseres Sonnensystems liefert und bestehende Definitionen von Monden infrage stellt. Das Massenverhältnis des Objekts zu seinem Wirt – etwa 2,5 Prozent – ist deutlich höher als jedes Mond-Planet-Verhältnis in unserem Sonnensystem, wo Erde und Mond mit etwa 1,2 Prozent den höchsten Wert aufweisen.

Mit dem Spektrographen CRIRES+ am Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte nutzten die Forscher die Doppler-Methode über 23 Nächte, um das Wackeln des Braunen Zwergs zu erfassen, das durch die Schwerkraft des Mondes verursacht wird. Die Messungen waren bis zu 100-mal präziser als frühere Versuche und zeigten ein Signal mit einer Periode von etwa 170 Tagen und einer Mondmasse von mindestens 0,9 Jupitermassen.

Das Team schloss andere Ursachen wie die Erdbewegung oder die Rotation des Braunen Zwergs aus und bestätigte, dass die Umlaufbahn innerhalb der Roche-Grenze und des Hill-Radius stabil ist. Dies folgt auf frühere Hinweise im System HD 206893, aber erst jetzt gelang der eindeutige Nachweis. Alice Zurlo, Astrophysikerin an der Universität Diego Portales, merkte an, dass die verschwimmenden Grenzen zwischen Sternen, Planeten und Monden in diesem System die Klassifizierung erschweren.

Die Forscher verwenden den Begriff „Exosatellit“, da es keine offizielle Definition für Exomonde gibt, und der Artikel räumt Unsicherheit über zukünftige Kriterien ein. Die Entdeckung dürfte neue Theorien zur Planetenentstehung und Himmelsmechanik anstoßen; zukünftige Instrumente wie das Extremely Large Telescope mit einem 39-Meter-Hauptspiegel könnten kleinere Exomonde aufspüren.

Quellen

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