Jason Cloth wegen mutmaßlichem 100-Millionen-Dollar-Ponzi-System
Der Hollywood-Produzent Jason Cloth wurde am 28. Juli 2026 festgenommen, weil er ein 100 Millionen Dollar schweres Ponzi-System betrieben haben soll, das sich gegen Filminvestoren richtete, gaben Bundesstaatsanwälte in Chicago am 29. Juli bekannt.
Dem 60-jährigen Cloth aus Beverly Hills werden sieben Fälle von Drahtbetrug vorgeworfen, wie aus einer in Chicago veröffentlichten Anklageschrift hervorgeht. Er erschien am 28. Juli erstmals vor einem Gericht in Los Angeles.
Die Staatsanwaltschaft wirft Cloth vor, von 2019 bis 2026 über seine kanadische Firma Creative Wealth Media Finance Corp. Investitionen eingeworben zu haben. Er lockte Geld von einem Anlageberater aus Illinois und anderen Kunden an, indem er Anteile an Film- und Unterhaltungsprojekten oder einer Gaming-Plattform versprach.
Stattdessen habe Cloth falsche Angaben zur Anlageperformance gemacht und ein klassisches Ponzi-System betrieben, bei dem neue Investorengelder zur Rückzahlung früherer Geldgeber verwendet wurden, so die Anklage. Zudem habe er geplant, Gelder in ein Immobilienprojekt in Kanada umzuleiten.
Die Anklage fordert die Einziehung von mindestens 12,25 Millionen Dollar. Jeder Drahtbetrugsfall sieht eine Höchststrafe von 20 Jahren Bundesgefängnis vor.
Im Jahr 2024 sprach eine Jury in West Palm Beach ein Urteil über 19,6 Millionen Dollar gegen Cloth, nachdem er nicht zu einem Zivilprozess erschienen war, berichtete Variety. Die Geschworenen befanden, dass er einen Investor der TNT-Dokuserie „The Pathway“ um 6,6 Millionen Dollar betrogen hatte, und verhängten zusätzlich 13 Millionen Dollar Strafschadenersatz.
Zu Cloths Produktionen gehören laut IMDb „Joker“, „Babylon“, „Longlegs“, „Ghostbusters: Afterlife“ und „The Ministry of Ungentlemanly Warfare“.
Quellen
- The Independent WorldSekundär
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