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Studie: Flüsse mäandrierten, bevor es Pflanzen gab

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Eine neue Studie stellt eine langjährige geologische Annahme in Frage, dass Flüsse Vegetation benötigen, um mäandrierende Kanäle zu bilden. Forscher der Stanford University veröffentlichten im August 2025 Ergebnisse, die belegen, dass Flüsse bereits lange vor der Besiedlung des Landes durch Pflanzen S-förmige Kurven formten. Die von einem Team der Stanford School of Earth, Energy & Environmental Sciences geleitete Studie analysierte alte Flussablagerungen in Namibia und Australien, die über 2,5 Milliarden Jahre alt sind – mehr als eine Milliarde Jahre vor dem Auftreten terrestrischer Vegetation. Mithilfe von Satellitenbildern und Feldbeobachtungen identifizierten die Forscher erhaltene Mäandermuster in Gesteinen aus dem Archaikum, als die Erdoberfläche weitgehend kahl war. Die Entdeckung widerlegt eine jahrzehntealte Lehrmeinung, dass bewurzelte Pflanzen zur Stabilisierung von Flussufern und zur Bildung von Mäandern notwendig seien. Stattdessen deuten die Ergebnisse darauf hin, dass mikrobielle Matten oder andere frühe Lebensformen oder sogar rein physikalische Prozesse wie Sedimentkohäsion denselben Effekt hätten erzielen können. Der Hauptautor der Studie, ein Postdoktorand in Stanford, merkte an, dass die Arbeit eine Neubewertung der Entwicklung alter Landschaften und der Rolle von Flüssen bei der Formung der frühen Erdumgebung erzwingt. Die Forschung hat auch Auswirkungen auf das Verständnis von Flusssystemen auf anderen Planeten wie dem Mars, wo mäandrierende Kanäle beobachtet wurden, aber keine Vegetation existiert. Das Team plant, die Rolle mikrobiellen Lebens in der antiken Flussdynamik weiter zu untersuchen und seine Erkenntnisse auf die Planetengeologie anzuwenden. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Geology veröffentlicht.

Quellen

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