ChatGPT verweigert Nachahmung von Autorenstilen
ChatGPT lehnt seit dem 28. Juli 2026 Anfragen ab, den Schreibstil bekannter Autoren nachzuahmen. Der KI-Chatbot konnte zuvor die Prosa von Persönlichkeiten wie Ernest Hemingway oder Jane Austen imitieren.
Schriftsteller, Studenten und andere Kreative, die diese Funktion für stilistische Übungen, Parodien oder Bildungszwecke nutzten, können nun keine Texte mehr in diesen Stimmen generieren. OpenAI erklärte, die Richtlinienänderung ziele darauf ab, geistiges Eigentum zu respektieren und rechtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden, nannte jedoch keine konkreten Klagen. Nutzer erhalten eine Meldung, dass das Modell solche Anfragen nicht erfüllen kann.
Dieser Schritt stellt eine erhebliche Einschränkung eines weit verbreiteten kreativen Werkzeugs dar und spiegelt die wachsenden Spannungen zwischen KI-Fähigkeiten und Urheberrechtsbedenken wider. Autoren und Verlage haben zunehmend argumentiert, dass Stilnachahmung ihre Rechte verletze.
Die Beschränkung gilt für alle Versionen von ChatGPT, einschließlich der kostenlosen und kostenpflichtigen Stufen, und umfasst sowohl lebende Autoren als auch solche, deren Werke gemeinfrei sind. OpenAI kündigte das Update an, ohne Nutzungsstatistiken oder einen Zeitplan für die Durchsetzung zu nennen.
Bereits Anfang 2026 hatten mehrere Autorennachlässe und Literaturorganisationen KI-Entwickler öffentlich aufgefordert, die Nachahmung von Stilen zu unterbinden, da dies den Wert originärer Werke mindere. OpenAI hatte solche Ausgaben zuvor mit Hinweisen auf mögliche Urheberrechtsprobleme erlaubt.
OpenAI deutete an, in Zukunft möglicherweise lizenzierte Partnerschaften mit Autoren oder Nachlässen zu prüfen, um Stilemulationen zu ermöglichen, doch konkrete Vereinbarungen wurden nicht bekannt gegeben. Derzeit müssen Nutzer, die Texte in der Stimme eines bestimmten Autors generieren möchten, auf alternative Werkzeuge zurückgreifen oder selbst schreiben.
Quellen
- EngadgetSekundär
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