Das frühe Leben auf der Erde wäre für das planetenjagende Teleskop der NASA unsichtbar
Das kommende planetenjagende Teleskop der NASA könnte möglicherweise keine Lebenszeichen auf fernen Welten erkennen, weil die Erde selbst etwa drei Milliarden Jahre brauchte, um genug Sauerstoff zu produzieren, der aus dem Weltraum sichtbar ist. Das bedeutet, dass das Teleskop einen bewohnten Planeten beobachten könnte, ohne Beweise für Leben zu sehen, so ein Bericht von Space Daily.
Diese Erkenntnis betrifft die Suche nach außerirdischem Leben, da Sauerstoff als wichtiger Biosignatur gilt – ein chemisches Zeichen für Leben. Wenn viele Planeten dem Zeitplan der Erde folgen, könnten sie Milliarden von Jahren Leben beherbergen, bevor sich Sauerstoff in nachweisbaren Mengen ansammelt. Das könnte bedeuten, dass das NASA-Teleskop, das zum Scannen nach solchen Biosignaturen entwickelt wurde, bewohnte Welten übersehen könnte.
Bei dem Teleskop handelt es sich um das James-Webb-Weltraumteleskop, das 2021 starten soll. Es wird die Atmosphären von Exoplaneten auf Gase wie Sauerstoff und Methan untersuchen. Die Geschichte der Erde legt jedoch nahe, dass selbst ein Planet voller Leben für den größten Teil seiner Existenz keinen Sauerstoff zeigen könnte.
Das erste Leben auf der Erde erschien vor etwa 3,5 Milliarden Jahren, aber Sauerstoff wurde erst vor etwa 2,4 Milliarden Jahren durch das Große Oxidationsereignis, verursacht durch Cyanobakterien, reichlich vorhanden. Davor hatte die Erdatmosphäre keinen nachweisbaren Sauerstoff, obwohl sie bewohnt war.
Dies impliziert, dass das NASA-Teleskop möglicherweise nach anderen Biosignaturen wie Methan oder Gaskombinationen suchen muss, anstatt sich nur auf Sauerstoff zu verlassen. Die Agentur könnte auch in Betracht ziehen müssen, dass sich viele Planeten in einer Vor-Sauerstoff-Phase des Lebens befinden, was längere Beobachtungszeiten oder andere Nachweismethoden erfordert.
Quellen
- Google News ScienceSekundär
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