Naturkatastrophe

Flut in der Navajo Nation: Drei Tote, darunter ein Mädchen (7)

Veröffentlicht am 2 min readVon NewUJ Editorial Desk

Aktualisiert am neue Informationen ergänzt

Flut in der Navajo Nation: Drei Tote, darunter ein Mädchen (7)
Foto: Navajo Nation Office of the President and Vice President
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Die Stammespolizei der Navajo Nation erhielt am Mittwoch, dem 16. September, gegen 0:30 Uhr die Meldung, dass Menschen nahe Newcomb von Fluten mitgerissen worden seien – einer Gemeinde mit rund 400 Einwohnern im Nordwesten New Mexicos. Suchtrupps fanden die Leichen von zwei Erwachsenen und einem Kind, berichtete die Nachrichtenagentur Associated Press am selben Tag; zu den Umständen machten die Behörden keine Angaben, die Todesfälle würden untersucht.

Am Freitag, dem 18. September, nannten Angehörige der AP die Namen der Opfer: Elsie Begay, ihre 7-jährige Enkelin Lucy Allison Mike und Begays beste Freundin Dora Franklin. Der erste AP-Bericht datiert die Todesfälle auf den frühen Mittwoch; der spätere Bericht, der auf Angaben der Familie beruht, nennt den Dienstag als Tag der Flut.

Drei Generationen der Familie waren laut AP mit Einkäufen für eine Geburtstagsfeier zum 8. Geburtstag auf dem Heimweg, als ihr Pick-up während heftiger Gewitter im Schlamm stecken blieb. Kalisi Begay ging zu Fuß weiter, ihre Mutter und ihre Tochter blieben zurück. Das Wasser stieg schnell; die Großmutter, das Mädchen und eine zu Hilfe gerufene Freundin wurden mitgerissen, als sie versuchten, ein Trockental zu durchqueren. "Ich glaube, sie wollte einfach nur nach Hause", sagte Begays Nichte Stella Wilson.

Die Commission on Emergency Management der Navajo Nation stimmte am 17. September in Window Rock mit 6 zu 0 Stimmen für eine Erweiterung der Notstandserklärung CEM 26-004, die erstmals am 24. Juli erlassen worden war; Präsident Buu Nygren stimmte zu und unterzeichnete. Die Erklärung gilt, bis die Monsunzeit endet oder sie aufgehoben wird. Die Mitteilung der Kommission vom 18. September nennt kritische Lagen in neun Gemeinden in Arizona und New Mexico, darunter Chinle, Newcomb und Sanostee.

Nygrens Büro teilte mit, Exekutive und Legislative hätten 6 Millionen US-Dollar auf alle 110 Chapters verteilt; zudem weise die Erweiterung das Navajo Department of Transportation an, sich mit der Federal Highway Administration über Nothilfeprogramme abzustimmen. "Diese Reaktion kommt voran, und unsere Leute müssen wissen, dass Hilfe unterwegs ist", sagte Nygren in der Mitteilung.

Für die Bewohner sind vor allem die Straßen das Problem. Am 18. September waren mehrere Verbindungen weiter gesperrt. Rund 64 Kilometer südlich von Newcomb, in Mexican Springs, waren Schotter- und Erdwege unpassierbar. "Viele Gräben sind weggespült, die Durchlassrohre sind weg", sagte der Instandhaltungsarbeiter Darnell Etsitty der AP und sprach von "riesigen Löchern in der Straße". Das dortige Chapter House wurde zur Notunterkunft; Freiwillige bringen mit Quads Lebensmittel und Wasser. Die Navajo-Polizei teilte mit, am Abend des 18. September seien in Shiprock drei Familien evakuiert worden, weil das Wasser nahe dem San Juan River stieg.

Offen bleibt: Eine offizielle Opferzahl für die gesamte Navajo Nation über diese drei Menschen hinaus ist nicht veröffentlicht. Der Nationale Wetterdienst in Albuquerque erklärte laut AP am 16. September, die Feuchtigkeitswerte in der Four-Corners-Region dürften für Mitte September nahe an Rekordwerte heranreichen. Die Schadensaufnahme läuft, und die Resolution ermächtigt die Navajo Nation, Bundeshilfe zu beantragen.

Quellen

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