Raumfahrt

NASA schlägt CANVAS-Rover-Konzept für Langzeitmissionen auf der Venusoberfläche vor

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NASA schlägt CANVAS-Rover-Konzept für Langzeitmissionen auf der Venusoberfläche vor
Photo: nader saremi · Unsplash
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Das Jet Propulsion Laboratory der NASA hat ein neues Rover-Konzept namens CANVAS (Combinatory Architecture offering Neomobility, on-Venus Adaptability, and Survivability) vorgeschlagen, das mehrere Erdjahre auf der Venusoberfläche überleben könnte – eine dramatische Verbesserung gegenüber aktuellen Missionen, die nur Minuten oder Stunden dauern. Das Konzept wurde von David Bugby entwickelt und ist Teil des NASA Innovative Advanced Concepts (NIAC)-Programms.

Die raue Venusumgebung – mit extremen Temperaturen, Drücken und korrosiven Bedingungen – hat alle Oberflächenmissionen auf sehr kurze Dauern beschränkt. Der CANVAS-Rover soll diese Einschränkungen durch drei Schlüsselinnovationen überwinden: ein geschlossenes Brayton-Kreisradioisotopen-Energiesystem, das die kugelförmige Außenhaut des Rovers als Kühler nutzt, interne Elektronik und wissenschaftliche Instrumente, die bei ultrahohen Temperaturen und Drücken arbeiten können, sowie ein Mobilitätssystem ohne extern exponierte Mechanismen. Dieses Design könnte es dem Rover ermöglichen, mehrere Standorte anzufahren und jahrelang statt stundenlang Wissenschaft zu betreiben.

Die Auswirkungen einer so langlebigen Mission wären erheblich für die Aufrechterhaltung des Interesses der Beteiligten. Laut dem Vorschlag haben Missionen, die nur Minuten oder Stunden dauern, eine begrenzte Anziehungskraft auf wissenschaftliche, politische und öffentliche Interessengruppen. Ein Rover, der jahrelang arbeiten kann, hätte eine langanhaltende Anziehungskraft und könnte die Unterstützung für die Venuserkundung aufrechterhalten. Die vorgeschlagene Mission wäre eine stark erweiterte Version der DaVinci-Sonde, die nur für 18 Minuten Oberflächenbetrieb ausgelegt ist. Der CANVAS-Rover würde Instrumente für ultrahohe Temperaturen/Drücke mitführen, darunter Umweltmonitore, ein Seismometer und Kameras, und über einen umlaufenden Relaissatelliten kommunizieren.

Der Entwicklungsansatz umfasst das Design und die Auswahl von Komponenten für das Energiesystem, die Ultrahoch-T/P-Elektronik und das Mobilitätssubsystem. Das Mobilitätssystem nutzt ein Schwungrad und eine Aeolipile – angetrieben durch einen internen Kompressor, der komprimierte Venusatmosphäre ausstößt – um den kugelförmigen Rover zu drehen und zu bewegen. Ziel ist es, bis zum Ende der Phase III einen funktionierenden Prototypen zu haben. Das Konzept wurde für eine NIAC-Studie im Jahr 2026 ausgewählt, wie im Update vom 21. Juli 2026 vermerkt.

Quellen

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