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Riesige konzentrische Ringe in der Atmosphäre der Venus entdeckt

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Riesige konzentrische Ringe in der Atmosphäre der Venus entdeckt
Photo: SpaceX · Unsplash
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Wissenschaftler haben riesige konzentrische Ringe in der Atmosphäre der Venus entdeckt, ein Phänomen, das auf dem Planeten noch nie zuvor beobachtet wurde. Die Ringe, die atmosphärischen Schwerewellen auf der Erde ähneln, wurden von der japanischen Raumsonde Akatsuki entdeckt, die seit 2015 die Venus umkreist. Die Entdeckung wurde von einem Team unter der Leitung von Forschern der Universität Tokio gemacht und am 12. Januar 2021 in der Fachzeitschrift Nature Geoscience veröffentlicht.

Die Ringe oder konzentrischen Schwerewellen erstrecken sich über Tausende von Kilometern in der oberen Atmosphäre der Venus. Sie erscheinen als abwechselnd helle und dunkle Bänder in Ultraviolettbildern, die von Akatsukis Kamera aufgenommen wurden. Es wird angenommen, dass die Wellen durch starke Winde erzeugt werden, die über Berge auf der Venusoberfläche strömen und sich dann in die Atmosphäre ausbreiten. Dieser Befund beeinflusst unser Verständnis der atmosphärischen Dynamik der Venus, da solche Wellen Energie und Impuls zwischen verschiedenen Schichten der Atmosphäre transportieren können.

Die Entdeckung ist wichtig, weil sie neue Einblicke in das Wetter und Klima der Venus bietet, eines Planeten, der aufgrund seiner ähnlichen Größe, aber extremen Bedingungen oft als „böser Zwilling“ der Erde bezeichnet wird. Das Verständnis dieser Wellen könnte Wissenschaftlern helfen, atmosphärische Prozesse auf anderen Planeten, einschließlich der Erde, besser zu verstehen. Die spezifischen Bilder, die die Ringe zeigen, wurden am 7. Dezember 2015 und 16. Februar 2016 während des frühen Betriebs von Akatsuki aufgenommen. Die Ringe wurden in Höhen zwischen 65 und 70 Kilometern in der Wolkenschicht beobachtet, die der Venus ihr gelbliches Aussehen verleiht.

Hintergrund: Die Venus hat eine dicke, kohlendioxidreiche Atmosphäre, die sich viel schneller dreht als der Planet selbst, ein Phänomen, das als Superrotation bekannt ist. Frühere Missionen haben verschiedene Wellenmuster beobachtet, aber diese konzentrischen Ringe sind eine Neuheit. Die Raumsonde Akatsuki, die ursprünglich 2010 gestartet wurde, erlitt einen Ausfall ihres Haupttriebwerks und trat 2015, fünf Jahre später als geplant, in die Umlaufbahn um die Venus ein.

Nächste Schritte: Die Forscher planen, die Venus mit Akatsuki weiter zu überwachen, um zu untersuchen, wie sich diese Wellen im Laufe der Zeit entwickeln, und um ihre genaue Rolle in der atmosphärischen Zirkulation des Planeten zu bestimmen. Sie hoffen auch, die Venuswellen mit ähnlichen Phänomenen auf der Erde und dem Mars zu vergleichen, um Planetenatmosphären im Allgemeinen besser zu verstehen.

Quellen

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