Raumfahrt

NASA-Astronaut Mike Fincke geht nach 30 Jahren und 549 Tagen im All

Veröffentlicht am 12.08.2026, 16:311 min readNewUJ Editorial Desk

NASA-Astronaut Mike Fincke geht nach 30 Jahren und 549 Tagen im All
Photo: SpaceX · Unsplash
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Der NASA-Astronaut Mike Fincke verlässt die Behörde am Mittwoch nach einer 30-jährigen Karriere mit vier Raumflügen, 549 Tagen im All und neun Weltraumspaziergängen. Sein Abschied wurde am 12. August 2026 bekannt gegeben.

Fincke belegt den vierten Platz unter den NASA-Astronauten mit der längsten Gesamtzeit im All; seine Weltraumspaziergänge summierten sich auf 48 Stunden und 37 Minuten. Zuletzt steuerte er die NASA-Mission SpaceX Crew-11, die im August 2025 startete und im Januar 2026 zurückkehrte, und diente als Flugingenieur der Expedition 73 sowie als Kommandant der Expedition 74.

NASA-Administrator Jared Isaacman würdigte Finckes Beiträge und sagte, nur wenige hätten so viele Kapitel der NASA-Geschichte geprägt. Fincke trat 1996 der 16. Astronautenklasse der NASA bei und flog 2004 erstmals mit Sojus TMA-4 zur Expedition 9 ins All, wo er vier Weltraumspaziergänge absolvierte. 2008 kehrte er als Kommandant der Expedition 18 an Bord der Sojus TMA-13 zurück und führte zwei weitere Außeneinsätze durch.

2011 flog Fincke mit STS-134, dem letzten Flug der Raumfähre Endeavour, absolvierte drei Weltraumspaziergänge und half beim Einbau des Alpha-Magnet-Spektrometers. Außerdem unterstützte er fünf Jahre lang das Boeing-Programm Crew Flight Test als Besatzungsmitglied und Ersatzpilot und trug zur Flugsoftware, Systemintegration und Erprobung bei.

Vanessa Wyche, Direktorin des Johnson Space Center der NASA, sagte, Finckes Vermächtnis aus Dienst und Mentoring werde künftige Generationen inspirieren. Scott Tingle, Leiter des Astronautenbüros, betonte, dass Finckes Erfahrung in Entwicklung, Integration und Langzeitflug ihm eine umfassende Perspektive auf den Betrieb der Raumstation verschafft habe.

Fincke, gebürtig aus Emsworth, Pennsylvania, hat Abschlüsse vom MIT, der Stanford University und der University of Houston, Clear Lake. Er ist ein pensionierter Oberst der US Air Force mit mehr als 2.000 Flugstunden in über 30 Flugzeugtypen. In seiner Abschiedserklärung sagte Fincke, er bleibe der Erforschung verpflichtet und freue sich darauf, die nächste Generation von Ingenieuren und Entdeckern vorzubereiten.

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