Mit Darwin verbundene naturhistorische Exemplare werden weltweit untersucht
Eine riesige Sammlung biologischer Exemplare, von denen einige mit Charles Darwin in Verbindung stehen, wurde Forschern weltweit zugänglich gemacht und gibt Wissenschaftlern Zugang zu dem, was sie als „verborgene Zeitkapsel der britischen Biodiversität“ bezeichnen. Die Sammlung, die im Natural History Museum in London untergebracht ist, umfasst über 100.000 Pflanzen- und Tierproben, die in den letzten zwei Jahrhunderten gesammelt wurden, einige davon aus Darwins Zeit. Diese Exemplare, die zuvor in Schränken aufbewahrt und für Studien weitgehend unzugänglich waren, werden nun digitalisiert und online geteilt.
Die Initiative mit dem Namen „Digital Collections Programme“ zielt darauf ab, die 80 Millionen Exemplare des Museums Wissenschaftlern weltweit zu öffnen. Die erste Charge digitalisierten Materials umfasst 4.500 Exemplare, die Darwin selbst während seiner Reise auf der HMS Beagle gesammelt hat, sowie Tausende andere, die von viktorianischen Naturforschern gesammelt wurden. Das Projekt wird voraussichtlich Jahrzehnte dauern, aber die erste Veröffentlichung bietet bereits einen reichen Datenschatz zur Artenverteilung, zu den Auswirkungen des Klimawandels und zu Evolutionsmustern.
Warum dies wichtig ist: Die Sammlung bietet eine einzigartige historische Basis, um zu untersuchen, wie sich die britische Biodiversität im Laufe der Zeit verändert hat. Durch den Vergleich moderner Arten mit diesen historischen Proben können Forscher Veränderungen in Populationen, genetischer Vielfalt und Reaktionen auf Umweltbelastungen verfolgen. Die Leiterin der digitalen Sammlungen des Museums, Dr. Helen Hardy, erklärte, dass die Exemplare „eine Zeitkapsel der britischen Biodiversität“ seien, die helfen könne, drängende Fragen zu Aussterberisiken und Naturschutzprioritäten zu beantworten.
Das Projekt begann 2014 mit einer Pilotphase, und die aktuelle Veröffentlichung ist Teil einer Investition von 5 Millionen Pfund der Regierungsbehörde UK Research and Innovation. Das Museum plant, schließlich alle 80 Millionen Exemplare zu digitalisieren, aber der Prozess ist aufgrund der Empfindlichkeit der Materialien und der Notwendigkeit hochauflösender Bildgebung langsam. Nächste Schritte umfassen die Erweiterung der Online-Datenbank um weitere Exemplare und die Integration der Daten in andere globale Biodiversitätsdatenbanken, sodass Wissenschaftler groß angelegte Analysen des ökologischen Wandels über Jahrhunderte hinweg durchführen können.
Quellen
- BBC ScienceSekundär
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