Alle Lebewesen strahlen schwach – Medizinnutzen erforscht
Am 28. Juli 2026 berichteten Forscher, dass ein schwaches Leuchten aller Lebewesen für nicht-invasive medizinische Diagnostik und Umweltüberwachung genutzt werden könnte. Die in Nature veröffentlichte Studie beschreibt, wie dieses für das bloße Auge unsichtbare ultra-schwache Licht die Zellgesundheit widerspiegelt.
Das Licht, bekannt als Biophotonenemission, entsteht aus Stoffwechselprozessen mit reaktiven Sauerstoffspezies und anderen angeregten Molekülen. Die Wissenschaftler detektierten diese Biophotonen von Menschen, Pflanzen und Mikroben mit hochempfindlichen Photonenzählern.
Die Emissionsintensität variiert mit Stress, Krankheit und Umweltbedingungen. Krebszellen beispielsweise erzeugen eine andere Biophotonensignatur als gesunde Zellen, während gestresste Pflanzen veränderte Lichtmuster zeigen. Die Forscher beobachteten, dass oxidativer Stress die Photonenemission erhöht und Antioxidantien sie senken.
Dieses nicht-invasive Signal könnte invasive Verfahren und zerstörende Probenahmen ersetzen und eine kontinuierliche Überwachung des Zellzustands ermöglichen. Die Arbeit könnte Onkologie, Landwirtschaft und Ökologie verändern, indem sie sofortiges Feedback über biologische Aktivität liefert.
Das Team maß Emissionen von nur wenigen Photonen pro Sekunde und Quadratzentimeter. Sie bauten auch einen tragbaren Detektorprototypen für den Feldeinsatz, was den Weg für praktische Anwendungen ebnet.
Zukünftige Bemühungen zielen darauf ab, die Technologie für klinische Studien zu verfeinern, darunter ein Handgerät zur Früherkennung von Krebs. Sensoren auf Feldern könnten die Pflanzengesundheit in Echtzeit überwachen und möglicherweise den Chemikalieneinsatz reduzieren. Weitere Forschung sei nötig, um Messungen zu standardisieren und normale von pathologischen Signalen zu unterscheiden, warnen die Forscher.
Quellen
- Google News ScienceSekundär
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