Erdnahes Objekt nach 28 Jahren als Komet neu klassifiziert
Fast drei Jahrzehnte lang haben Astronomen ein erdnahes Objekt fälschlicherweise als Asteroiden eingestuft, doch neue Beobachtungen haben ergeben, dass es sich tatsächlich um einen Kometen handelt. Das Objekt mit der Bezeichnung 2005 QN173 wurde erstmals 2005 gesichtet und aufgrund seiner Umlaufbahn und Erscheinung als Asteroid klassifiziert. Eine aktuelle Studie von NASA-Wissenschaftlern unter Verwendung des Infrared Telescope Facility in Hawaii ergab jedoch, dass das Objekt eine schwache Koma – eine Wolke aus Gas und Staub – und einen Schweif aufweist, die charakteristisch für Kometen sind. Die Entdeckung wurde 2023 im Fachjournal *Planetary Science Journal* veröffentlicht.
Das Objekt ist etwa 1,2 Meilen (2 Kilometer) breit und umkreist die Sonne alle 4,5 Jahre. Im Jahr 2021 kam es der Erde bis auf 2 Millionen Meilen (3,2 Millionen Kilometer) nahe, was für einen Kometen eine enge Begegnung darstellt. Die Fehlklassifizierung geschah, weil die Koma des Objekts sehr schwach ist und es bei der ersten Beobachtung nicht aktiv war. Die Studie umfasste die Analyse thermischer Infrarotdaten, um Wärmeemissionen des Objekts zu erkennen, die das Vorhandensein von Staub und Gas offenbarten.
Dies ist von Bedeutung, weil es die Schwierigkeit verdeutlicht, zwischen Asteroiden und Kometen zu unterscheiden, insbesondere bei dunklen oder ruhenden Kometen, die eine Gefahr für die Erde darstellen könnten. Das Objekt wird aufgrund seiner Größe und Umlaufbahn als potenziell gefährlicher Asteroid eingestuft, aber seine wahre Natur als Komet könnte Vorhersagen über sein zukünftiges Verhalten beeinflussen. Kometen sind unberechenbarer als Asteroiden, da sie Gas und Staub freisetzen können, was ihre Flugbahnen verändern kann.
Die NASA-Studie nutzte Daten der NEOWISE-Mission und bodengestützter Teleskope. Das Objekt wurde ursprünglich von der Catalina Sky Survey entdeckt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass andere erdnahe Objekte ebenfalls falsch identifizierte Kometen sein könnten, und zukünftige Durchmusterungen sollten diese Möglichkeit in Betracht ziehen. Der nächste Schritt besteht darin, 2005 QN173 weiter zu beobachten, um seine Aktivität besser zu verstehen und seine Umlaufbahn zu verfeinern, was bei der Bewertung eines möglichen Einschlagrisikos hilft.
Quellen
- Google News ScienceSekundär
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