Boeing Starliner: Start 2026 möglich – Antriebsprobleme behoben
Boeings Raumschiff Starliner könnte 2026 einen Frachtflug zur Internationalen Raumstation (ISS) durchführen, sagte CEO Kelly Ortberg am 28. Juli 2026. Das größte Hindernis sei nun die Terminabstimmung für einen Andockplatz mit der NASA.
Ortberg zufolge sind die Mängel am Antriebssystem, die den bemannten Testflug 2024 zu einem „Typ-A“-Zwischenfall machten, weitgehend behoben.
Bei jenem Testflug waren die NASA-Astronauten Butch Wilmore und Sunny Williams auf der Station gestrandet; sie kehrten Anfang 2025 mit einer SpaceX Crew Dragon zurück.
Gelingt der Frachttest, ist ein bemannter Starliner-Flug Ende 2027 möglich.
Boeing hat seit 2014 rund zwei Milliarden Dollar an Belastungen aus dem Festpreisvertrag für das Commercial-Crew-Programm verbucht. Das einmalig nutzbare Servicemodul des Starliner kostet pro Flug mehrere zehn Millionen Dollar. Da United Launch Alliance die Atlas-V-Rakete ausmustert, käme eine Zertifizierung der Vulcan für bemannte Flüge als weitere Kosten hinzu.
SpaceX plant, die Crew Dragon bis 2030 auszumustern, was bei der NASA und privaten Raumstationsbetreibern Sorgen auslöst. Boeing hatte Anfang 2025 einen Verkauf des Starliner erwogen, scheiterte aber am hohen Preis. Blue Origin entwickelt stattdessen ein eigenes Raumschiff.
Die Kosten für bemannte Raumfahrt in den niedrigen Erdorbit werden in den 2030er Jahren voraussichtlich deutlich steigen, bis Starship voll einsatzfähig ist.
Quellen
- Ars TechnicaSekundär
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