Wissenschaftler entdecken Hinweise auf zwei riesige Begleitsterne, die explodierten
Astronomen haben Hinweise auf zwei massereiche Begleitsterne identifiziert, die beide als Supernovae explodierten – ein bisher nie beobachtetes Phänomen. Die Entdeckung, die auf Daten des Hubble-Weltraumteleskops der NASA und anderer Observatorien basiert, zeigt ein Paar stellarer Überreste, die sich mit hoher Geschwindigkeit voneinander entfernen, was darauf hindeutet, dass sie einst Teil eines Doppelsternsystems waren, das in zwei Explosionen endete.
Bei den betroffenen Objekten handelt es sich um zwei Neutronensterne – die ultradichten Kerne, die nach Supernovae übrig bleiben – in der Galaxie M81, etwa 11,5 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Ihre Bewegung und die umgebenden Trümmerwolken deuten darauf hin, dass sie aus derselben stellaren Kinderstube stammen und innerhalb weniger Millionen Jahre nacheinander explodierten. Dies ist bedeutsam, weil es bestehende Modelle der Entwicklung von Doppelsternen in Frage stellt, die typischerweise vorhersagen, dass nur einer der beiden Sterne explodiert, während der andere zu einem Schwarzen Loch kollabiert oder zu einem Weißen Zwerg wird.
Spezifische Daten der Studie, die am 12. Februar 2025 in Nature veröffentlicht wurde, zeigen, dass sich die Neutronensterne mit etwa 1.000 Kilometern pro Sekunde bewegen, wobei einer eine Spur heißen Gases hinter sich herzieht. Das Team unter der Leitung von Forschern der University of California, Berkeley, nutzte das Chandra-Röntgenobservatorium und das Very Large Array, um zu bestätigen, dass es sich bei den Objekten um Neutronensterne und nicht um Schwarze Löcher handelt.
Hintergrund: Doppelsternsysteme sind häufig, aber bis jetzt wurde kein bestätigtes Paar von Supernova-Vorläufern gefunden. Frühere Suchen ergaben einzelne Neutronensterne oder Schwarze Löcher, aber nie zwei, die beide explodierten. Die Entdeckung wurde durch den Vergleich von Archivbildern über einen Zeitraum von 20 Jahren ermöglicht, die die schnelle Bewegung der Sterne offenbarten.
Nächste Schritte umfassen weitere Beobachtungen mit dem James-Webb-Weltraumteleskop, um die chemische Zusammensetzung der Trümmer zu untersuchen und Modelle zur Entwicklung solcher Systeme zu verfeinern. Die Ergebnisse könnten auch helfen, den Ursprung sich schnell bewegender Neutronensterne und die Rate von Supernovae im Universum zu erklären.
Quellen
- Google News ScienceSekundär
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