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NASAs Roman-Weltraumteleskop startet Richtung L2

Veröffentlicht am 1 min readVon NewUJ Editorial Desk

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NASAs Roman-Weltraumteleskop startet Richtung L2
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NASAs Nancy-Grace-Roman-Weltraumteleskop hob am Sonntag um 7:26 Uhr EDT an Bord einer SpaceX Falcon Heavy vom Startkomplex 39A des Kennedy Space Center in Florida ab, wie aus NASAs offiziellem Missionsblog hervorgeht. Die 27 Merlin-Triebwerke der Falcon Heavy erzeugten mehr als 5 Millionen Pfund Schub, um das 4,3-Milliarden-Dollar-Observatorium auf den Weg zu bringen.

Romans markantestes Merkmal ist sein Maßstab: Das Blickfeld ist mindestens 100-mal größer als das des Hubble-Weltraumteleskops, wodurch weit größere Himmelsbereiche deutlich schneller erfasst werden können. Laut NASA könnte Roman während seiner geplanten fünfjährigen Hauptmission Licht von einer Milliarde Galaxien einfangen und dabei große Himmelsdurchmusterungen durchführen, die die Natur der dunklen Energie und dunklen Materie eingrenzen sowie eine statistische Erhebung von Planetensystemen in der Galaxis erstellen sollen. Zusätzlich verfügt es über ein Koronografen-Instrument, das Sternlicht blockiert, um Exoplaneten und die Gas- und Staubscheiben, in denen Planeten entstehen, direkt abzubilden.

Nach der Trennung von der zweiten Stufe der Falcon Heavy begann Roman eine rund einmonatige Reise zum Lagrange-Punkt 2 zwischen Sonne und Erde (L2), einem gravitativ stabilen Ort etwa 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, auf der von der Sonne abgewandten Seite. Während der Reise werden sich sechs Solarpaneele entfalten, die das Solar Array Sun Shield bilden und letztlich rund 4.100 Watt erzeugen sollen, um das Teleskop während der wissenschaftlichen Beobachtungen mit Strom zu versorgen. NASA rechnet damit, dass die Inbetriebnahme etwa 100 Tage nach dem Start abgeschlossen sein wird.

Das Teleskop ist nach Nancy Grace Roman benannt, NASAs erster Chefastronomin, der eine treibende Kraft hinter der Entstehung des Hubble-Weltraumteleskops zugeschrieben wird und die oft als "Mutter des Hubble" bezeichnet wird. Missionswissenschaftler betonen, dass Roman Hubble und das James-Webb-Weltraumteleskop ergänzen soll, indem es weit größere Himmelsbereiche im Infrarotbereich abdeckt, statt eines der beiden Observatorien zu ersetzen.

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