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Saudi-Pipeline wochenlang defekt, Brent über 107 Dollar

Veröffentlicht am 2 min readVon NewUJ Editorial Desk

Aktualisiert am neue Informationen ergänzt

Saudi-Pipeline wochenlang defekt, Brent über 107 Dollar
Foto: European Union / Copernicus Sentinel data 2026
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Saudi-Arabiens Ost-West-Rohrölleitung wird nach einem Drohnenangriff wochenlang größtenteils außer Betrieb bleiben, während die Schäden repariert werden. Zwei mit dem Vorgang vertraute Regionalbeamte sagten der Agentur AP am Montag, dem 14. September, die Reparaturen einschließlich der Arbeiten an einer großen Pumpstation könnten drei bis fünf Wochen dauern. Sie sprachen unter der Bedingung der Anonymität, da sie nicht befugt waren, sich gegenüber Medien zu äußern. Einer sagte, die Leitung könne in dieser Zeit teilweise laufen; wie viel Rohöl durchkäme, konnte keiner der beiden sagen. Newsweek verwies am selben Tag auf Schätzungen von bis zu sechs Wochen.

Die 745 Meilen (rund 1.200 Kilometer) lange Leitung transportiert laut AP Rohöl von den Fördergebieten am Golf zum Exportterminal Yanbu am Roten Meer. Wann genau sie getroffen wurde, wird unterschiedlich dargestellt: AP datiert den Angriff auf Donnerstag, während Newsweek berichtete, saudische Behörden hätten die Abschaltung am Freitag bestätigt, wobei das Energieministerium sie als "vorsorglich" bezeichnete. Eine Analyse von Al Jazeera vom 14. September bringt die Preisbewegung vom Montag dagegen mit Angriffen in Verbindung, die sie auf Sonntag datiert. Das saudische Außenministerium erklärte, mehrere Drohnen seien aus dem Irak gekommen; laut AP machte Riad vom Iran unterstützte Milizen verantwortlich. Die irakische Regierung verurteilte den Angriff und ordnete eine Untersuchung an, so Newsweek.

Der Zeitpunkt ist entscheidend, denn der Puffer hinter der Pipeline ist dünn. Ohne sie kann Yanbu die Exportverladungen nur fünf bis sieben Tage aufrechterhalten, sagten Branchenquellen der Agentur Reuters, wie Newsweek berichtet; die Lagerkapazität des Terminals liegt demnach bei etwa 35 Millionen Barrel, die Bestände sind jedoch nicht voll. Damit entscheidet sich die Frage, ob die Leitung rechtzeitig wieder öffnet, in Tagen, nicht in Monaten.

Rystad Energy erklärte in einer am Montag veröffentlichten Notiz, die Pipeline habe seit Ende August im Wochendurchschnitt 2,6 bis 4 Millionen Barrel pro Tag transportiert – eine Menge, die dem Markt bei einem vollständigen Stopp verloren ginge. Dass Brent 109 Dollar erreicht habe, sei "ein klares Signal, dass der Markt einen erheblichen Angebotsausfall zunehmend einpreist", so das norwegische Beratungshaus. In der Montagssitzung wurde Brent laut Al Jazeera mit 107,82 Dollar je Barrel gehandelt, ein Plus von 3,21 Dollar, die US-Sorte West Texas Intermediate mit 103,22 Dollar, ein Plus von 3,17 Dollar; AP bezifferte das Tagesplus auf mehr als 2 Prozent, Al Jazeera auf mehr als 3 Prozent. In Newsweeks früherer Momentaufnahme vom Freitag lag Brent bei 104,44 Dollar. All dies sind Intraday-Werte, keine Schlusskurse.

Die Versorgungslage war schon zuvor angespannt: Die Internationale Energieagentur teilte mit, die saudische Förderung sei im August auf 6 Millionen Barrel pro Tag gefallen, nach knapp 10 Millionen ein Jahr zuvor; Al Jazeera beziffert die Menge in der Leitung auf rund 4 Prozent des weltweiten Angebots. Eine einmonatige Schließung wäre laut Rystad eine "große Störung", die der Markt "zunächst bewältigen könnte". Der Betreiber Aramco reagierte nicht unmittelbar auf eine Anfrage von AP.

Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar.

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