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NASAs New Horizons-Sonde erwacht aus dem Winterschlaf für Wissenschaft jenseits von Pluto

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NASAs New Horizons-Sonde erwacht aus dem Winterschlaf für Wissenschaft jenseits von Pluto
Photo: Andy Hermawan · Unsplash
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Die NASA-Sonde New Horizons ist aus einem einjährigen Winterschlaf erwacht und bereit, beispiellose Wissenschaft jenseits von Pluto zu betreiben. Die Sonde, die 2015 berühmt an Pluto vorbeiflog, ist nun auf Kurs zu einem Vorbeiflug an einem kleinen Objekt des Kuipergürtels namens 2014 MU69, das sie am 1. Januar 2019 erreichen wird. Dies wird der am weitesten entfernte Vorbeiflug in der Geschichte der Weltraumforschung sein.

Das Erwachen der Sonde betrifft Wissenschaftler und Weltraumbegeisterte weltweit, da es den Beginn einer neuen Phase der Entdeckung im äußeren Sonnensystem markiert. Die Daten, die New Horizons von 2014 MU69 sammelt, könnten Einblicke in die frühe Entstehung des Sonnensystems geben, da Objekte des Kuipergürtels als unberührte Überreste aus dieser Zeit gelten. Die Mission ist wichtig, weil sie eine einzigartige Gelegenheit bietet, eine primitive Welt zu untersuchen, die seit Milliarden von Jahren weitgehend unverändert geblieben ist.

New Horizons wurde am 7. April 2017 in den Winterschlaf versetzt, um Energie zu sparen und den Verschleiß seiner Systeme zu reduzieren. Es wurde am 4. Juni 2018 um 12:33 Uhr EDT geweckt, als ein vorprogrammierter Wecker die Sonde veranlasste, ihre Systeme hochzufahren und ein Signal zur Erde zu senden. Das Signal, das etwa 5 Stunden und 43 Minuten brauchte, um die 3,7 Milliarden Meilen zur Erde zurückzulegen, wurde vom Johns Hopkins Applied Physics Laboratory in Maryland empfangen.

Hintergrund: New Horizons startete 2006 und führte im Juli 2015 den ersten Vorbeiflug an Pluto durch, der eine komplexe Welt mit Bergen, Gletschern und einer herzförmigen Ebene offenbarte. Danach wurde die Sonde in Richtung 2014 MU69 umgelenkt, das 2014 vom Hubble-Weltraumteleskop entdeckt wurde. Das Objekt ist etwa 20 Meilen (30 Kilometer) groß und gilt als Kontaktbinär, also zwei kleinere Körper, die sanft verschmolzen sind.

Nächste Schritte: Das New Horizons-Team wird nun eine Reihe von Beobachtungen und Flugbahnanpassungen beginnen, um sich auf den Vorbeiflug vorzubereiten. Die Sonde wird Bilder von 2014 MU69 aufnehmen, um seine Umlaufbahn und Form zu verfeinern, und wird auch nach potenziellen Gefahren wie Ringen oder Trümmern suchen. Der Vorbeiflug selbst wird in einer Entfernung von etwa 2.200 Meilen (3.500 Kilometer) von dem Objekt stattfinden, wobei die Sonde mit einer Geschwindigkeit von etwa 32.000 mph (51.500 km/h) unterwegs ist. Daten von der Begegnung werden in den folgenden Monaten zur Erde übertragen.

Quellen

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