Bio-Eier verursachen doppelt so viel Klimabelastung wie Käfigeier
Am 29. Juli 2026 zeigte eine neue Studie, dass die Produktion von Bio-Eiern doppelt so viele Treibhausgasemissionen verursacht wie Eier aus Käfighaltung. Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass eine landesweite Umstellung auf Bio-Freilandhaltung den CO2-Fußabdruck der britischen Eierproduktion erheblich vergrößern würde.
Die Erkenntnisse betreffen Verbraucher, Landwirte und politische Entscheidungsträger, die sich mit nachhaltigen Ernährungssystemen befassen. Laut der Studie würden die jährlichen Emissionen bei einer vollständigen Umstellung der britischen Eierproduktion auf Bio-Freilandhaltung 2.316.000 Tonnen CO2-Äquivalent betragen. Im Gegensatz dazu würde ein reines Käfigsystem nur 1.184.000 tCO2e ausstoßen, was einen deutlichen Unterschied in der Klimawirkung verdeutlicht.
Dies ist von Bedeutung, weil Bio-Eier oft als umweltfreundlicher wahrgenommen werden, doch die Daten stellen diese Annahme in Frage. Die höheren Emissionen resultieren aus Faktoren wie größerem Landverbrauch, höherem Futterbedarf und geringerer Produktivität pro Henne in Freilandhaltung. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit, bei der Gestaltung der Agrarpolitik Tierwohl und Klimaziele gegeneinander abzuwägen.
Die Forschung liefert konkrete Zahlen: 2.316.000 tCO2e für Bio-Freilandhaltung gegenüber 1.184.000 tCO2e für Käfighaltung. Diese Zahlen repräsentieren die gesamten Treibhausgasemissionen, wenn das Vereinigte Königreich jeweils ausschließlich eines der Systeme für die Eierproduktion übernehmen würde. Die Studie untersuchte keine Misch- oder Zwischensysteme.
Der Hintergrund zeigt eine anhaltende Debatte über die Umweltkosten verschiedener landwirtschaftlicher Praktiken. Frühere Berichte haben darauf hingewiesen, dass Freilandhaltung einen höheren Land- und Energiebedarf haben kann, aber diese Studie beziffert den Klima-Kompromiss für Eier. Die britische Eierindustrie verwendet derzeit eine Mischung aus Käfig-, Boden- und Freilandhaltung, wobei Bio einen kleineren Anteil ausmacht.
Die Studie legt nahe, dass eine Ausweitung der Bio-Eierproduktion im Konflikt mit den Klimazielen stehen könnte, sofern nicht an anderer Stelle Einsparungen erzielt werden. Die Forscher schätzen, dass die zusätzlichen Emissionen einer vollständigen Bio-Umstellung der Jahresproduktion von Hunderttausenden von Autos entsprechen würden. Politische Entscheidungsträger müssen diese Erkenntnisse möglicherweise bei der Festlegung künftiger Standards für die Eierkennzeichnung und Subventionen berücksichtigen.
Quellen
- The Guardian WorldSekundär
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