KI scannt 100 Millionen Hubble-Bilder in 2,5 Tagen und findet 1.300 kosmische Kuriositäten
Ein künstliches Intelligenzsystem hat in nur zweieinhalb Tagen fast 100 Millionen Archivbilder des Hubble-Weltraumteleskops durchforstet und dabei 1.300 ungewöhnliche kosmische Objekte identifiziert. Von diesen waren mehr als 800 in keiner wissenschaftlichen Veröffentlichung zuvor beschrieben worden. Die Ergebnisse wurden von Forschern gemeldet, die die KI entwickelten, um Jahrzehnte von Hubble-Daten nach Anomalien zu durchsuchen, die menschlichen Augen entgangen sein könnten.
Die Durchmusterung umfasste Bilder, die zwischen 2002 und 2022 aufgenommen wurden, ein Zeitraum von 20 Jahren Beobachtungen. Die KI markierte Objekte, die sich von typischen Galaxien, Sternen oder Nebeln abhoben, darunter potenzielle Gravitationslinsen, interagierende Galaxien und andere seltene Phänomene. Astronomen sagen, dass die Technik die Entdeckung neuer Himmelsmerkmale in riesigen astronomischen Archiven drastisch beschleunigen könnte.
Warum dies wichtig ist: Hubble hat im Laufe seiner mehr als 30-jährigen Mission Millionen von Bildern produziert, aber nur ein Bruchteil wurde gründlich auf ungewöhnliche Objekte untersucht. Die Fähigkeit der KI, einen so großen Datensatz in weniger als drei Tagen zu verarbeiten, zeigt, wie maschinelles Lernen Wissenschaftlern helfen kann, Nadeln im kosmischen Heuhaufen zu finden. Die 1.300 Kandidaten umfassen einige, die völlig neue Objektklassen oder seltene Entwicklungsstadien darstellen könnten.
Die Forscher planen nun, die vielversprechendsten Kandidaten mit bodengestützten Teleskopen und möglicherweise dem James-Webb-Weltraumteleskop nachzuverfolgen. Sie beabsichtigen auch, die gleiche KI-Technik auf andere große Durchmusterungen anzuwenden, wie etwa die des kommenden Nancy-Grace-Roman-Weltraumteleskops. Die Arbeit demonstriert einen neuen Weg, vorhandene Daten nach Entdeckungen zu durchforsten, die zuvor übersehen wurden.
Quellen
- Google News ScienceSekundär
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