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Japan: Erster Mosasaurier-Oberkiefer entdeckt

Veröffentlicht am 15.08.2026, 22:552 min readNewUJ Editorial Desk

Japan: Erster Mosasaurier-Oberkiefer entdeckt
Photo: Bruna Fiscuk · Unsplash
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Ein vor mehr als 30 Jahren in der Präfektur Osaka gesammeltes Fossil hat vier bisher unerkannte Knochen freigelegt, darunter den ersten bestätigten Zwischenkieferknochen (Prämaxillare) eines japanischen Mosasauriers. Das gab ein Forscherteam am 27. Juni 2026 auf der 177. Jahrestagung der Paläontologischen Gesellschaft Japans bekannt. Die Knochen wurden noch in Gestein eingebettet gefunden, das nicht vollständig präpariert worden war, so das Team der Okayama University of Science, der Tokyo City University, des Naturhistorischen Museums in Kishiwada und weiterer Einrichtungen.

Die Fossilien wurden ursprünglich zwischen 1990 und 1992 in Sobura, Kaizuka City, Präfektur Osaka, entdeckt und später im Naturhistorischen Museum in Kishiwada eingelagert. Bei einer erneuten Untersuchung des unpräparierten Gesteins identifizierten die Wissenschaftler vier Knochen, darunter ein Prämaxillare – den Knochen an der vordersten Spitze des Oberkiefers. Dies ist der erste Nachweis eines Prämaxillare bei einem in Japan gefundenen Mosasaurier-Fossil.

Die Entdeckung ist bedeutsam, weil das Exemplar auch ungewöhnliche anatomische Merkmale aufweist, die zu keinem zuvor beschriebenen Mosasaurier passen und auf eine mögliche neue Art hindeuten. Mosasaurier waren große Meeresreptilien, die während der späten Kreidezeit vor etwa 98 bis 66 Millionen Jahren in den Ozeanen weltweit lebten. Zum Zeitpunkt der ursprünglichen Entdeckung standen den Forschern weitaus weniger Mosasaurier-Exemplare zum Vergleich zur Verfügung, was die Identifizierung erschwerte; jahrzehntelang gesammelte anatomische Daten ermöglichten es dem Team nun, das Prämaxillare zu erkennen.

Zusätzlich zum Prämaxillare untersuchten die Forscher das Basisphenoid, einen Knochen in der Nähe der Schädelbasis, und fanden charakteristische Merkmale: kurze, hornartige Fortsätze, die nach außen ragen, und das Fehlen einer ventralen Medianrinne. Diese Merkmale unterscheiden sich von denen bekannter Mosasaurier und lassen die Möglichkeit offen, dass das Fossil eine unbeschriebene Art repräsentiert.

Die Ergebnisse unterstreichen den Wert der erneuten Untersuchung unpräparierter Exemplare in Museumssammlungen, die möglicherweise wichtige, jahrzehntelang übersehene Knochen enthalten. Die Arbeit könnte auch dazu beitragen, die marinen Ökosysteme im nordwestlichen Pazifik während der Kreidezeit besser zu verstehen. Weitere Forschung ist erforderlich, um zu bestimmen, ob das Exemplar tatsächlich eine neue Mosasaurier-Art darstellt.

Quellen

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