Raumfahrt

NASA warnt: Sonnenstürme könnten keine Obergrenze der Stärke haben

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NASA-Wissenschaftler haben gewarnt, dass Sonnenstürme, insbesondere extreme Ereignisse, von denen man einst annahm, dass sie nur einmal alle tausend Jahre auftreten, weitaus stärker und häufiger sein könnten als bisher geschätzt. Eine neue Studie des Goddard Space Flight Center der NASA deutet darauf hin, dass es möglicherweise keine Obergrenze für die Intensität geomagnetischer Stürme gibt, die durch Sonnenaktivität ausgelöst werden, und stellt damit lang gehegte Annahmen über die Seltenheit und Schwere solcher Ereignisse in Frage.

Die Warnung kommt, nachdem Forscher historische Daten analysiert und festgestellt haben, dass die extremsten Sonnenstürme – wie das Carrington-Ereignis von 1859 – von noch größeren Stürmen übertroffen werden könnten, die über längere Zeiträume auftreten. Die Studie deutet darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit eines Carrington-Ereignisses höher ist als die oft genannte 1-zu-1.000-Jahres-Zahl und dass Stürme mit einer Größenordnung stärker innerhalb des nächsten Jahrhunderts auftreten könnten. Dies betrifft nicht nur Satellitenbetreiber und Astronauten, sondern auch moderne Stromnetze, Kommunikationsnetze und Luftfahrtsysteme, die alle anfällig für geomagnetische Störungen sind.

Warum dies wichtig ist, liegt auf der Hand: Ein schwerer Sonnensturm könnte die elektrische Infrastruktur weltweit lahmlegen, monatelange Stromausfälle verursachen, GPS- und Internetdienste stören und Schäden in Billionenhöhe verursachen. Die in der Zeitschrift Space Weather veröffentlichte Studie verwendete statistische Modelle, um zu zeigen, dass die Verteilung der Intensitäten von Sonnenstürmen keine scharfe Grenze aufweist, was bedeutet, dass extreme Ereignisse wahrscheinlicher sind als bisher angenommen. Die Forscher untersuchten 150 Jahre geomagnetischer Daten und stellten fest, dass die größten Stürme – wie der New Yorker Eisenbahnsturm von 1921 und der Quebec-Blackout von 1989 – Teil eines Kontinuums sind, keine Ausreißer.

Der Hintergrund, den die Quelle liefert, weist darauf hin, dass frühere Risikobewertungen oft auf begrenzten historischen Aufzeichnungen beruhten, die das wahre Potenzial unterschätzen könnten. Die neue NASA-Studie deutet darauf hin, dass das Magnetfeld der Sonne Stürme erzeugen kann, die weit über alles hinausgehen, was in der modernen Geschichte beobachtet wurde. Zu den nächsten Schritten gehören die Verbesserung der Weltraumwettervorhersage und die Härtung kritischer Infrastruktur gegen extreme Ereignisse. Die Autoren fordern die politischen Entscheidungsträger auf, Szenarien zu berücksichtigen, in denen Sonnenstürme das Carrington-Ereignis übertreffen, da die Folgen für eine technologieabhängige Gesellschaft katastrophal sein könnten.

Quellen

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