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Kupfer erreicht Rekordhoch von 6,90 Dollar pro Pfund

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Kupfer erreicht Rekordhoch von 6,90 Dollar pro Pfund
Photo: m. · Unsplash
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Die US-Kupfer-Futures erreichten am Donnerstag, dem 6. August 2026, ein Allzeithoch von etwa 6,90 Dollar pro Pfund, bevor sie bis zum Handelsschluss wieder nachgaben. Der Rekordpreis spiegelt eine komplexe Mischung aus Angebotsengpässen, Zollunsicherheiten und einer starken Nachfrage durch Elektrifizierung und KI-Infrastruktur wider – und nicht etwa ein klares Signal für ein breites Wirtschaftswachstum.

Der Preisanstieg trifft direkt Branchen, die auf Kupfer angewiesen sind, darunter Bauwesen, Elektronik, Transport und Stromnetzbetreiber. Laut William Osnato, Direktor für Rohstoffdatenforschung und -analyse bei Barchart, wird der Preisschub durch die Nachfrage von Rechenzentren und Stromnetzen angetrieben, um die rasante Expansion der KI-Industrie zu unterstützen. Er beschrieb diese Nachfrage als akuter und nicht als das traditionelle breite Wirtschaftswachstum, das Kupfer normalerweise stützt.

Der Rekordpreis ist bedeutsam, weil Kupfer historisch als Barometer für die globale Wirtschaftslage gilt und oft als "Dr. Kupfer" bezeichnet wird. Michael Widmer, Leiter der Metallforschung bei der Bank of America, sagte jedoch gegenüber CNBC, dass die Bewegung nicht wirklich von der Kupfernachfrage, sondern vom Kupferangebot getrieben sei. Er verwies auf schwaches Minenangebotswachstum und Störungen in Chile, dem weltweit größten einzelnen Kupferproduzenten, wo starker Schneefall, Regenfälle und starke Winde den Betrieb behindert haben.

Die Angebotsknappheit wird durch mögliche US-Zölle nach Section 232 und Chinas Vorgehen gegen die Verfügbarkeit von Kupferschrott im Jahr 2026 weiter verschärft. Im Juni 2025 unterzeichnete Präsident Donald Trump eine Proklamation, die 50%ige Zölle auf Importe von halbfertigen Kupferprodukten und kupferintensiven Folgeprodukten vorsieht. Zusätzlich hat die Demokratische Republik Kongo am Donnerstag offiziell ein Exportverbot für Kupfer- und Kobaltkonzentrate verhängt, um die heimische Verarbeitung zu fördern, was die globalen Lieferungen weiter belastet.

Die Nachfrage bleibt robust, ist jedoch eher an die Elektrifizierung gebunden als an einen Wirtschaftsboom. Chinas Netzinvestitionen stiegen im ersten Halbjahr 2026 im Jahresvergleich um 13%, und das Land kündigte kürzlich einen Plan an, rund 574 Milliarden Dollar in die Modernisierung der Stromnetze zu investieren. Osnato merkte an, dass Angebotsstörungen Verbraucher dazu veranlasst haben, Metall aus den Lagern der London Metal Exchange abzuziehen, was die Raffinationskosten in die Höhe treibt.

Osnato charakterisierte die Situation als "definitiv eine neue Situation für Dr. Kupfer" und deutete an, dass die Preissignale des Metalls nun strukturelle Veränderungen bei Angebot und spezialisierter Nachfrage widerspiegeln und nicht mehr zyklische Wirtschaftstrends.

Quellen

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