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Europa's Ozean könnte schwerer zu erreichen sein als gedacht

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Europa's Ozean könnte schwerer zu erreichen sein als gedacht
Photo: SpaceX · Unsplash
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Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Jupiters Mond Europa, lange Zeit einer der vielversprechendsten Kandidaten für außerirdisches Leben, einen unterirdischen Ozean haben könnte, der weitaus isolierter ist als bisher angenommen. Eine in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie zeigt, dass die dicke eisige Hülle Europas wahrscheinlich einen signifikanten Austausch zwischen dem tiefen Ozean und der Mondoberfläche verhindert, was die Bemühungen, Lebenszeichen zu entdecken, erschwert.

Die Ergebnisse betreffen Wissenschaftler, die zukünftige Missionen zu Europa planen, insbesondere die NASA-Mission Europa Clipper, die die Eishülle und den Ozean des Mondes untersuchen soll. Wenn der Ozean von der Oberfläche abgeschottet ist, wäre es schwieriger, Ozeanmaterial zu beproben, ohne tief in das Eis zu bohren, was die Suche nach Biosignaturen herausfordernder macht.

Dies ist von Bedeutung, da der unterirdische Ozean Europas als einer der vielversprechendsten Orte im Sonnensystem gilt, um Leben jenseits der Erde zu finden. Der Ozean, der durch Gezeitenreibung flüssig gehalten wird, enthält mehr Wasser als alle Ozeane der Erde zusammen. Wenn er von der Oberfläche isoliert ist, hätte sich dort jegliches Leben unabhängig entwickelt, aber die Probenahme würde das Durchdringen von Dutzenden Kilometern Eis erfordern.

Die in Nature veröffentlichte Studie verwendete Computermodelle, um die Flüssigkeitsströmung innerhalb der Eishülle Europas zu simulieren. Die Forscher fanden heraus, dass die Eishülle wahrscheinlich zu dick und kalt ist, um eine signifikante vertikale Durchmischung zwischen Ozean und Oberfläche zu ermöglichen. Die Studie lieferte keine genauen Zahlen für die Eisdicke, aber frühere Schätzungen reichen von 15 bis 25 Kilometern.

Frühere Forschungen hatten nahegelegt, dass die Eishülle Europas dynamisch sein könnte, mit Wasserdampffahnen, die von der Oberfläche ausbrechen, wie vom Hubble-Weltraumteleskop in den Jahren 2012 und 2016 beobachtet. Die neue Studie argumentiert jedoch, dass solche Fahnen wahrscheinlich selten sind und möglicherweise nicht aus dem tiefen Ozean stammen, sondern aus flachen Taschen mit flüssigem Wasser im Eis.

Mit Blick auf die Zukunft wird die Mission Europa Clipper, die für 2024 geplant ist, eine detaillierte Erkundung der Eishülle und des Ozeans von Europa durchführen. Die neuen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass sich die Mission auf Gebiete konzentrieren muss, in denen das Eis am dünnsten ist oder in denen Oberflächenmerkmale auf jüngste geologische Aktivität hinweisen, um die Chancen zu maximieren, Ozeanmaterial zu entdecken. Wenn der Ozean tatsächlich isoliert ist, würden zukünftige Landemissionen fortschrittliche Bohrtechnologie erfordern, um auf ihn zuzugreifen.

Quellen

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