Dow stürzt um 1.100 Punkte – schlimmster Tag seit April 2025
Die US-Aktienmärkte beendeten die Woche bis zum 1. August 2026 mit Gewinnen und überwanden eine restriktive Fed-Entscheidung, eine Anleihenmarktturbulenz und gemischte Ergebnisse der großen Tech-Konzerne. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 1 % und beendete damit eine dreiwöchige Verlustserie. Der S&P 500 gewann 1 % und der Nasdaq Composite kletterte um 1,6 %; beide beendeten damit eine zweiwöchige Talfahrt.
Im Juli war die Entwicklung uneinheitlich. Der Dow legte um 0,32 % zu, sein vierter monatlicher Gewinn in Folge. Der S&P 500 gab um 0,13 % nach und der Nasdaq fiel um 3,2 %; beide verzeichneten damit ihren zweiten monatlichen Verlust in Folge.
Die Fed ließ die Zinsen am 29. Juli 2026 unverändert, aber drei der zwölf stimmberechtigten Mitglieder ihres geldpolitischen Ausschusses sprachen sich für eine Erhöhung aus. Die Spaltung spiegelte die wachsende Sorge wider, dass die Inflation über dem 2-Prozent-Ziel geblieben ist, während erneute Iran-Spannungen die Energiepreise in die Höhe trieben. In seiner Pressekonferenz versuchte Fed-Chef Kevin Warsh die Märkte zu beruhigen, doch der Anleihenmarkt reagierte heftig. Die Rendite der zehnjährigen Treasury-Anleihe schoss über 4,67 % und die der 30-jährigen sprang auf über 5,2 %, den höchsten Stand seit 2007. Die Aktienmärkte brachen angesichts des Renditeanstiegs ein. Der Dow stürzte am 29. Juli um mehr als 1.100 Punkte oder 2,2 % ab – sein schlimmster Tagesverlust seit April 2025 –, erholte sich aber im Laufe der Woche. Bis Freitag, den 31. Juli, stieg die Zehnjahresrendite auf über 4,7 %.
Eine Zwangsliquidation des Hedgefonds Situational Awareness erschütterte den KI-Handel. Die Verkäufe verschärften die Umkehr des in diesem Jahr profitablen Handels "Long KI-Hardware, Short Software". Der Fonds, gegründet vom ehemaligen OpenAI-Forscher Leopold Aschenbrenner, stieß am 30. Juli 2026 angeschlagene Wetten ab. Jim Cramer nannte die Auflösung "eines der sichersten Kaufsignale" und argumentierte, sie habe den wahllosen Verkaufsdruck beseitigt und könne einen Wendepunkt markieren. Er sagte auch, der Zusammenbruch des Fonds sei eine Warnung vor dem Investieren mit Margin.
Die Ergebnisse der Hyperscaler zeigten, dass die Wall Street KI-Ausgaben belohnt, wenn sie mit einem klaren Weg zu Gewinnen einhergehen. Microsoft Corp. erwirtschaftete im Quartal einen freien Cashflow von 19 Milliarden Dollar und hielt seine Investitionsausgaben diszipliniert. Die Aktie stieg in der Woche um 21 %. Cramer forderte die Anleger auf, "long zu bleiben", und nannte die Aktie die beliebteste. Amazon.com Inc. erhöhte seine Investitionsprognose für das Gesamtjahr um 20 Milliarden Dollar, aber die Einheit Amazon Web Services verzeichnete das schnellste Umsatzwachstum seit 18 Quartalen. CEO Andy Jassy erklärte, wie die Investitionen die Renditen steigern würden. Die Amazon-Aktie kletterte in der Woche um 17 %, und Cramer lobte Jassys Kommunikation. Meta Platforms Inc. musste einen Rückgang des freien Cashflows um rund 91 %, höhere Investitionsausgaben und einen schwächeren Umsatzausblick verkraften. CEO Mark Zuckerberg konnte bei den KI-Renditen nicht überzeugen, und die Aktie fiel in der Woche um mehr als 6 %. Cramer sagte, sein "Hedgefonds-Hut würde sagen: Verkaufen".
Apple Inc. übertraf bei Umsatz und Gewinn die Erwartungen, als es am 30. Juli 2026 berichtete, aber höhere Speicherpreise, Lieferengpässe und eine schwächere Prognose belasteten die Ergebnisse. Das Unternehmen hat die Preise für einige Macs und iPads erhöht, um die Kosten auszugleichen, und die Anleger beobachten, ob es dies auch beim nächsten iPhone tun wird. Apple hat sich dem Wettrüsten bei KI-Ausgaben weitgehend entzogen und verbessert seine KI stattdessen durch Partnerschaften mit Alphabet – eine kapitalleichte Strategie, die sich als Wettbewerbsvorteil erwiesen hat. Die Aktie verlor in der Woche 7 %. Cramer nannte das Quartal "fantastisch" und argumentierte, die Hauptherausforderung sei das Angebot, nicht die KI.
Quellen
- CNBC Top NewsSekundär
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