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Bank of Japan hebt Leitzins auf 1,25 % – höchster Stand seit 1995

Veröffentlicht am 2 min readVon NewUJ Editorial Desk

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Bank of Japan hebt Leitzins auf 1,25 % – höchster Stand seit 1995
Foto: Katorisi, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
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Die Bank of Japan hat ihren Leitzins am 18. September 2026 um 25 Basispunkte angehoben und den unbesicherten Tagesgeldsatz von 1,0 % auf rund 1,25 % gesetzt. Das ist der höchste Stand seit 1995. Nach der Mitteilung der Notenbank fiel die Entscheidung im neunköpfigen Policy Board mit 7 zu 2 Stimmen; die neue Vorgabe gilt ab dem 24. September. Der Basiszinssatz für Refinanzierungskredite steigt auf 1,5 %.

Ihre Begründung legt die Bank in der Mitteilung selbst dar: Sie sehe das Risiko, dass die zugrunde liegende Verbraucherinflation "nach oben über das Preisstabilitätsziel von 2 Prozent hinaus abweicht", weil Unternehmen zunehmend sowohl Löhne als auch Preise anheben. Die Verbraucherpreise ohne frische Lebensmittel bewegen sich in einer Spanne von 1,5 bis 2,0 %; ab der zweiten Hälfte des Fiskaljahres 2026 erwartet die BoJ eine Rate deutlich über 2 %. CNBC bezifferte die Gesamtinflation im August auf 1,9 % und die Kernrate auf 1,7 % nach 1,8 % im Juli. Al Jazeera weist darauf hin, dass es die erste Erhöhung seit Juni war; laut AP kam sie zwei Tage nach der ersten Zinsanhebung der US-Notenbank seit 2023.

Das Detail, an dem die Märkte hängen blieben, sind die zwei Gegenstimmen. Die Board-Mitglieder Toichiro Asada und Ayano Sato stimmten gegen den Schritt. Im veröffentlichten Protokollvermerk der BoJ argumentiert Asada, bei einer Kernrate unter 2 % lasse sich "nicht unbedingt sagen, dass die wirtschaftliche Lage stark war"; Sato urteilte, die aktuelle Wirtschafts- und Preisentwicklung erscheine im Vergleich zu vorher "nicht wesentlich beschleunigt". CNBC berichtet, beide seien in diesem Jahr von der Regierung von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi berufen worden; der Broker XTB datiert die Ernennungen auf den März.

Die Spaltung schwächte das restriktive Signal, und der Yen gab nach, statt zuzulegen. CNBC nannte kurz nach der Entscheidung 156,64 Yen je Dollar, ein Minus von 0,45 % für die japanische Währung; laut AP stieg der Dollar zwischenzeitlich über 157 Yen. XTB notierte USD/JPY um 07:14 MESZ bei 157,23 und damit auf dem höchsten Stand seit Anfang September und sprach von klassischen Gewinnmitnahmen nach dem Muster "buy the rumour, sell the fact". XTB-Analyst Michal Jozwiak schrieb, die Pressekonferenz von Notenbankchef Kazuo Ueda habe das Paar zunächst zurückgeholt, ehe der Yen erneut den Halt verlor. Der Nikkei 225 legte nach der Ankündigung um 1,4 % zu, meldete AP.

Für Haushalte und Unternehmen in Japan ist Geld damit so teuer wie seit einer Generation nicht mehr. Harumi Taguchi, Ökonomin bei S&P Global Market Intelligence, sagte AP, höhere Zinsen belasteten die Wirtschaft über teurere Kredite für kleine und mittlere Betriebe sowie höhere Hypotheken – eine weitere Anhebung erwartet sie dennoch "eher früher als später".

Wie es weitergeht, bleibt bewusst offen. Die BoJ will den Leitzins weiter anheben, nennt aber kein Datum; Ueda betonte, es gebe kein festes Tempo, jede Sitzung werde anhand der Daten entschieden. Als Risiken listet die Bank die Lage im Nahen Osten, die wachsende KI-bezogene Nachfrage und Wechselkursbewegungen auf.

Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ist keine Anlageberatung.

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