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Fed erhöht Leitzins auf 3,75-4 % - erste Anhebung seit 2023

Veröffentlicht am 2 min readVon NewUJ Editorial Desk

Aktualisiert am neue Informationen ergänzt

Fed erhöht Leitzins auf 3,75-4 % - erste Anhebung seit 2023
Foto: AgnosticPreachersKid / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
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Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank hat seinen Leitzins am 16. September 2026 um einen Viertelprozentpunkt auf eine Zielspanne von 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben. Die Abstimmung fiel mit 12 zu 0 Stimmen einstimmig aus. Laut der Zinshistorie der Federal Reserve gilt das neue Niveau seit dem 17. September; es ist die erste Anhebung seit dem 27. Juli 2023 und kehrt einen Lockerungszyklus teilweise um, dessen letzter Schritt eine Senkung um einen Viertelpunkt im Dezember 2025 war.

"Die Inflation bleibt erhöht", heißt es in der Erklärung des Ausschusses. "Der heutige geldpolitische Schritt wird eine zeitnähere Rückkehr zum Zwei-Prozent-Ziel des Ausschusses unterstützen. Der Ausschuss wird Preisstabilität liefern." Dieselbe Erklärung beschreibt die Wirtschaftsleistung als solide wachsend, das Produktivitätswachstum als stark und die Investitionstätigkeit als robust. Auf der anschließenden Pressekonferenz sagte Notenbankchef Kevin Warsh laut der Live-Berichterstattung von Yahoo Finance, der Fokus liege "überwiegend auf der Preisstabilitätsseite unseres Mandats" — und: "Tatsache ist, dass die Inflation zu hoch ist und es zu lange war."

Für Händler kam der Schritt nicht überraschend. CoinDesk nannte ihn "nahezu allgemein erwartet"; Fortune berichtete, die Terminmärkte hätten die Wahrscheinlichkeit einer Anhebung am Dienstag vor der Entscheidung bei 93 Prozent gesehen, nachdem die Verbraucherpreise im August um 0,4 Prozent zum Vormonat gestiegen waren. Fortune verwies zudem darauf, dass drei Mitglieder — Beth Hammack, Neel Kashkari und Lorie Logan — bereits im Juli für eine Anhebung gestimmt hatten und mit 3 zu 9 unterlagen.

Die eigentliche Nachricht steckt in den Quartalsprojektionen. Der Median der Mitglieder sieht den Leitzins Ende 2026 nun bei 4,1 Prozent nach 3,8 Prozent in der Juni-Runde — das entspricht einem weiteren Viertelpunktschritt vor Jahresende. Der Median für 2027 liegt ebenfalls bei 4,1 Prozent, also keine Senkungen im kommenden Jahr; erst 2028 sinkt er auf 3,9 und 2029 auf 3,6 Prozent, bei einer langfristigen Schätzung von 3,2 Prozent. Für die PCE-Inflation erwarten die Mitglieder im Median 3,7 Prozent in diesem Jahr, für die Kernrate 3,4 Prozent — beides deutlich über dem Ziel. Wer variabel verzinste Schulden trägt oder einen Kredit sucht, muss demnach bis 2027 eher mit gleichbleibenden oder steigenden Finanzierungskosten rechnen.

An den Märkten drehte die Stimmung während der Pressekonferenz. Der Dow Jones Industrial Average schloss laut Yahoo-Finance-Daten 631,21 Punkte oder 1,21 Prozent tiefer bei 51.461,90; der S&P 500 verlor 0,45 Prozent auf 7.551,81, der Nasdaq Composite blieb mit 25.978,42 unverändert. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen lag bei 5,01 Prozent.

Eine Orientierung für die Zukunft gab die Erklärung nicht, der Zeitpunkt der zweiten projizierten Anhebung ist damit offen. Die verbleibenden Sitzungen des Jahres sind am 27. und 28. Oktober sowie am 8. und 9. Dezember.

Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ist keine Anlageberatung.

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