Raumfahrt

Atmosphäre auf erdähnlichem Planeten in der habitablen Zone entdeckt

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Astronomen haben eine Atmosphäre auf einem felsigen Exoplaneten nachgewiesen, der sich in der habitablen Zone seines Sterns befindet. Dies ist das erste Mal, dass ein solches Merkmal auf einer Welt bestätigt wurde, die in Größe und Zusammensetzung der Erde ähnelt. Der Planet mit der Bezeichnung GJ 1132b umkreist einen roten Zwergstern etwa 39 Lichtjahre entfernt im Sternbild Segel. Diese Entdeckung ist bedeutsam, da sie zeigt, dass erdähnliche Planeten in der gemäßigten Region um ihre Sterne gasförmige Hüllen behalten können – eine Schlüsselvoraussetzung für potenzielle Bewohnbarkeit.

Der Fund gelang mit Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops und des Spitzer-Weltraumteleskops. Das Team unter der Leitung von Forschern der Universität Cambridge analysierte den Transit des Planeten – die leichte Verdunkelung des Sternenlichts, wenn der Planet vor seinem Stern vorbeizieht – und identifizierte Signaturen von Wasserdampf und möglicherweise Methan in der Atmosphäre des Planeten. Der Planet selbst ist etwa 1,4-mal so groß wie die Erde und hat eine Masse von etwa dem 1,6-Fachen unseres Planeten, was ihn eindeutig in die Kategorie der Gesteinsplaneten einordnet.

Diese Entdeckung ist wichtig, weil sie den ersten konkreten Beweis dafür liefert, dass ein felsiger Planet in der habitablen Zone eine Atmosphäre haben kann – ein entscheidender Schritt zum Verständnis, ob solche Welten Leben unterstützen könnten. Zuvor hatten Astronomen Atmosphären nur auf Gasriesen oder auf Planeten gefunden, die zu heiß sind, um als bewohnbar zu gelten. GJ 1132b erhält von seinem Stern etwa 19-mal mehr Strahlung als die Erde von der Sonne, aber seine Atmosphäre scheint dick genug zu sein, um möglicherweise die Oberflächentemperaturen zu regulieren.

Die Forschung wurde im Astronomical Journal veröffentlicht. Das Team plant, das kommende James-Webb-Weltraumteleskop zu nutzen, um die Atmosphäre des Planeten detaillierter zu untersuchen und nach weiteren Molekülen wie Sauerstoff oder Kohlendioxid zu suchen, die auf biologische Aktivität hindeuten könnten. Obwohl GJ 1132b selbst wahrscheinlich zu heiß für Leben ist, wie wir es kennen, ebnet die Entdeckung den Weg für die Untersuchung ähnlicher Planeten, die möglicherweise gemäßigter sind.

Quellen

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