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Wissenschaftler entdecken wahrscheinlich übertragbaren Krebs bei wilden Welsen

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Wissenschaftler entdecken wahrscheinlich übertragbaren Krebs bei wilden Welsen
Photo: Dmytro Vynohradov · Unsplash
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Wissenschaftler haben den ersten bekannten wahrscheinlich übertragbaren Krebs bei wilden Welsen identifiziert, eine Entdeckung, die ein neues Kapitel zum Verständnis ansteckender Krebserkrankungen hinzufügt. Der Krebs, eine Form von Melanom, wurde bei Braunen Zwergwelsen in einem See in Nordamerika gefunden. Dies ist erst der vierte übertragbare Krebs, der der Wissenschaft bekannt ist, und reiht sich ein in seltene Beispiele bei Hunden, Tasmanischen Teufeln und bestimmten Schalentieren.

Die betroffenen Welse wurden während routinemäßiger Überwachung entdeckt, und die Forscher bestätigten, dass die Tumore bei verschiedenen Individuen identische genetische Marker aufweisen, was darauf hindeutet, dass die Krebszellen von Fisch zu Fisch weitergegeben werden und nicht unabhängig entstehen. Die Entdeckung ist bedeutsam, weil übertragbare Krebserkrankungen äußerst selten sind und erhebliche Auswirkungen auf Wildtierpopulationen haben können, möglicherweise das Überleben der Art bedrohen, wenn sich der Krebs weit verbreitet.

Die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie beschreibt, wie die Melanomzellen in den Welsen eine spezifische Mutation enthalten, die in allen untersuchten Tumoren konsistent ist. Der See, in dem die infizierten Welse gefunden wurden, wurde in den ersten Berichten nicht genannt, aber die Entdeckung wirft Fragen auf, wie sich der Krebs in einer aquatischen Umgebung ausbreitet und ob er andere Fischarten befallen könnte.

Hintergrundinformationen aus der Quelle zeigen, dass übertragbare Krebserkrankungen bisher nur bei Hunden (übertragbarer venerischer Tumor des Hundes), Tasmanischen Teufeln (Gesichtstumorerkrankung der Teufel) und bestimmten Muscheln wie Venusmuscheln bekannt waren. Der Welskrebs ist der erste derartige Fall in einer wilden Fischpopulation. Nächste Schritte für die Forscher umfassen die Untersuchung des Übertragungsmechanismus, die Bewertung der Verbreitung im See und die Überwachung auf mögliche Ausbreitung in andere Gewässer. Die Entdeckung unterstreicht die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Überwachung von Wildtierkrankheiten, da übertragbare Krebserkrankungen unvorhergesehene ökologische Risiken darstellen könnten.

Quellen

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