Space Force verdreifacht Wert von Raketenstartverträgen auf 17 Milliarden Dollar
Die US Space Force hat den Höchstwert ihres National Security Space Launch (NSSL) Phase 3 Vertrags erheblich erweitert und von 5,6 Milliarden Dollar auf 17 Milliarden Dollar verdreifacht. Die am Freitag getätigte Ankündigung spiegelt den wachsenden Bedarf des Pentagons an militärischen Satellitenstarts wider, da die Nachfrage nach weltraumgestützten Fähigkeiten steigt.
Das NSSL-Programm wird vom Space Systems Command verwaltet, das für einzelne Missionen Startdienstleister auswählt, um militärische Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen. Das Programm ist in zwei Spuren unterteilt. Spur 1 umfasst risikotolerante Missionen, darunter Mittelschwerlaststarts mit experimentellen Nutzlasten und Mitflugmissionen für Überwachungs- oder Datenrelaiskonstellationen. Spur 2 behandelt strategische Missionen mit höherer Priorität, wie die größten Spionagesatelliten der Regierung und strahlungsgehärtete Kommunikationssatelliten, die für den Überleben eines Atomkriegs ausgelegt sind.
Die Vertragserweiterung ist von Bedeutung, da sie auf eine deutliche Steigerung der Startanforderungen des Pentagons hindeutet, was den kommerziellen Startmarkt potenziell umgestalten könnte. Die Space Force hat nun bis zu 17 Milliarden Dollar für diese Starts zur Verfügung, gegenüber der vorherigen Obergrenze von 5,6 Milliarden Dollar. Dieser Schritt erfolgt, während das Militär bestrebt ist, einen widerstandsfähigen und reaktionsschnellen Zugang zum Weltraum für nationale Sicherheitsgüter sicherzustellen.
Hintergrund: Der NSSL Phase 3 Vertrag wurde ursprünglich eingerichtet, um die Beschaffung von Startdienstleistungen von mehreren Anbietern zu optimieren. Die neue Obergrenze von 17 Milliarden Dollar gilt für die gesamte Phase, die sowohl Spur 1- als auch Spur 2-Missionen abdeckt. Die Space Force hat noch nicht spezifiziert, wie viele Starts diese Finanzierung unterstützen wird, aber das erhöhte Budget deutet auf eine anhaltende Steigerung des Starttempos hin.
Nächste Schritte: Die Space Force wird weiterhin Vorschläge von Startdienstleistern für einzelne Missionen im Rahmen des erweiterten Vertrags bewerten. Unternehmen wie SpaceX, United Launch Alliance und andere werden voraussichtlich um diese Starts konkurrieren. Das Militär könnte auch seine Beschaffungsstrategie anpassen, wenn neue Anbieter auftauchen und sich die Missionsanforderungen weiterentwickeln.
Quellen
- Ars TechnicaSekundär
- Ars TechnicaSekundär
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