NASA-Teleskop Swift stürzt nach gescheiterter Rettung ab

NASAs Weltraumteleskop Neil Gehrels Swift Observatory, das seit 22 Jahren Gammastrahlenausbrüche und andere energiereiche kosmische Ereignisse aufspürt, steuert nach dem Scheitern einer privaten Rettungsmission auf einen unkontrollierten Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zu.
NASA hatte Katalyst Space Technologies mit rund 30 Millionen Dollar beauftragt, eine Servicesonde namens LINK zu bauen, um Swift zu greifen und in eine höhere, stabilere Umlaufbahn zu heben. LINK startete am 3. Juli 2026 an Bord einer Northrop-Grumman-Pegasus-XL-Rakete.
Rund drei Wochen nach dem Start begann LINK unkontrolliert zu rotieren und verlor zwei seiner drei Reaktionsräder. Ingenieure konnten die Sonde mit den Haupttriebwerken stabilisieren, doch das Manöver verbrauchte die Treibstoffreserven, die sowohl für die eigene Stabilisierung als auch für die Swift-Rettung nötig gewesen wären – NASA und Katalyst mussten den Rettungsversuch daraufhin abbrechen.
Swift hat im vergangenen Monat bereits rund 10 Kilometer an Höhe verloren, und NASA rechnet damit, dass das Observatorium noch vor Ende 2026 aus der Umlaufbahn fällt, manche Schätzungen nennen Ende November oder Dezember. Sobald Swift unter etwa 300 Kilometer sinkt, verliert die Bodenkontrolle die Möglichkeit, die Sonde zu steuern.
Laut NASA wird der Großteil der Swift-Struktur beim Wiedereintritt verglühen, einzelne Komponenten könnten jedoch den Boden erreichen. Die Behörde sieht bislang kein konkretes Sicherheitsrisiko für die Öffentlichkeit und will näher am Wiedereintrittstermin weitere Updates liefern.
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