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Googles erste TPUs fliegen nächste Woche mit Transporter-18

Veröffentlicht am 2 min readVon NewUJ Editorial Desk

Aktualisiert am neue Informationen ergänzt

Googles erste TPUs fliegen nächste Woche mit Transporter-18
Foto: Google
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Googles KI-Chips haben auf dem Boden zwei sehr unterschiedliche Prüfungen bestanden. Im Protonenstrahl des Crocker Nuclear Laboratory der UC Davis überstanden die Trillium-TPUs nach Angaben des Unternehmens eine ionisierende Gesamtdosis, die über dem liegt, was sie in einer fünfjährigen Weltraummission abbekommen würden. Und auf dem Rütteltisch hielten sie den Kräften eines Raketenstarts stand.

Am 24. September 2026 teilte Google mit, dass Project Suncatcher nächste Woche seinen ersten Test im Orbit fliegt. Ein Prototypsatellit mit Tensor Processing Units startet auf der Rideshare-Mission Transporter-18 von SpaceX; entwickelt wurde er gemeinsam mit dem Erdbeobachtungsunternehmen Planet. Der Flug soll Daten darüber liefern, wie die TPUs mit der mechanischen Belastung des Starts sowie mit Strahlung und Temperaturextremen zurechtkommen.

Die Zahlen des Aufstiegs: Der Weg in die niedrige Erdumlaufbahn dauert rund 10 Minuten, die anhaltende Beschleunigung erreicht bis zum Zehnfachen der Erdbeschleunigung, einzelne Bauteile wie die TPU-Chips erfahren 50 bis 100 g. Google rüttelte den Satelliten auf allen drei Achsen und war nach eigener Darstellung "angenehm überrascht", dass die Hardware hielt. Die beiden bestandenen Bodentests decken damit sehr unterschiedliche Uhren ab: zehn Minuten Aufstieg auf der einen Seite, eine Strahlendosis von fünf Jahren auf der anderen.

Offen bleibt die Kühlung. Im Vakuum gibt es keine Luftströmung, Wärme kann nur über Radiatoren abgegeben werden. Google kombiniert Heatpipes und Radiatoren und hat das bislang in einer Thermal-Vakuum-Kammer am Boden getestet. Der Anreiz für den Aufwand ist die Energie: In der niedrigen Erdumlaufbahn liegt nahezu dauerhaft Sonnenlicht an, und Solarpaneele erzeugen dort laut Google bis zu achtmal mehr Leistung als auf der Erde.

Die Fernperspektive skizzierte Google in seiner Forschungsstudie vom 4. November 2025: Satelliten mit je Dutzenden TPUs, die in engen Formationen fliegen und per Laser verbunden sind. Modelliert wurde beispielhaft eine Konstellation aus 81 Satelliten in 650 km mittlerer Höhe mit einem Clusterradius von 1 km, bei der benachbarte Satelliten rund 100 bis 200 Meter auseinander pendeln. Wirtschaftlich wird das nach Googles eigener Analyse erst interessant, wenn die Startpreise bis Mitte der 2030er Jahre auf etwa 200 Dollar pro Kilogramm fallen. Diese Laserverbindungen werden jetzt noch nicht geprüft; dafür sollen 2027 zwei Satelliten starten. Google vergleicht die nötige Präzision damit, aus Meilen Entfernung ein münzgroßes Ziel zu treffen, während sich beide Punkte bewegen.

Das Unternehmen nennt weder Startdatum noch Satellitennamen oder Chipzahl. Geo News berichtete von einem Start am 1. Oktober mit einer Falcon 9 und einem kühlschrankgroßen Satelliten namens MVP mit vier TPUs; Google selbst führt das nicht auf.

Quellen

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