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Unterkühlte Schweinenieren nach tagelanger Lagerung erfolgreich transplantiert

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Unterkühlte Schweinenieren nach tagelanger Lagerung erfolgreich transplantiert
Photo: Apex 360 · Unsplash
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Forschern ist es gelungen, unterkühlte Schweinenieren nach bis zu dreitägiger Lagerung erfolgreich zu transplantieren – ein Durchbruch, der die verfügbare Zeit für den Organtransport dramatisch verlängern und Abfälle reduzieren könnte. Die von Matthew Powell-Palm an der Texas A&M University geleitete Arbeit nutzte ein Gerät, das Organe auf -4°C (25°F) kühlt, ohne dass Eis entsteht, und so die durch Einfrieren verursachten Schäden vermeidet.

Die Studie betrifft allein in den USA mehr als 104.000 Menschen, die auf eine Nierentransplantation warten, von denen schätzungsweise 17 pro Tag sterben. Derzeit können Nieren nur etwa 24 Stunden auf Eis gelagert werden, und etwa jede dritte gespendete Niere wird verworfen, oft weil sie sich vor Erreichen des Empfängers zersetzt. Eine Verlängerung der Lagerzeit könnte viele dieser Organe retten.

Im Experiment wurden Schweinenieren 24, 48 oder 72 Stunden unterkühlt und dann wieder in dasselbe Tier transplantiert. Die 24 Stunden unterkühlten Nieren begannen sofort Urin zu produzieren und zeigten innerhalb von etwa 10 Tagen normale Funktion – schneller als Nieren, die 24 Stunden auf Eis gelagert wurden. Selbst nach 72 Stunden war die Erholung schneller als beim aktuellen Goldstandard der Eislagerung. Über 30 Tage wuchsen die Schweine um etwa 30 %, und die transplantierten Nieren verdoppelten fast ihre Größe, um dies auszugleichen. Ein Schwein wurde 200 Tage lang beobachtet, und seine Niere blieb gesund.

Das Gerät funktioniert, indem es das Organ bei konstantem Druck untergetaucht hält und so die Eisbildung ohne Kryoprotektiva verhindert, die Nebenwirkungen haben können. Powell-Palm stellte die Ergebnisse letzten Monat auf dem American Transplant Congress in Boston vor. Das Team hofft, dass dieser Ansatz schließlich auch für menschliche Nieren eingesetzt werden könnte, um den Organmangel zu lindern. Bevor klinische Studien beginnen können, sind weitere Forschungen erforderlich.

Quellen

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