SpaceX erreicht 100 Falcon-9-Flüge 2026 — Rekord beim 37.

SpaceX hat am frühen Dienstagmorgen die 100. Falcon-9-Mission des Jahres 2026 gestartet — und zwar mit einer Rakete, die inzwischen öfter geflogen ist als jede andere je gebaute Orbitalstufe.
Die Rakete hob von Cape Canaveral in Florida ab und brachte 29 Starlink-Internetsatelliten ins All. Ihre Erststufe mit der Bezeichnung B1067 absolvierte ihren 37. Flug ins All und zurück — ein Wiederverwendungsrekord für die Flotte, der sie in Reichweite des Space-Shuttle-Orbiters Discovery bringt, dessen 39 Flüge weiterhin die Bestmarke für ein wiederverwendbares Raumfahrzeug sind.
Die eigentliche Nachricht ist die Taktung. SpaceX erreichte die 100 Starts in diesem Jahr nach 231 Tagen, rund zwei Monate schneller als 2024. Im vergangenen Jahr flog das Unternehmen 165 Missionen — mehr als alle anderen Orbitalraketen der Welt zusammen —, und alle 165 waren erfolgreich.
Möglich macht dieses Tempo die Wiederverwendung der Booster. Die Erststufe, das teuerste Bauteil der Rakete, zu bergen und erneut fliegen zu lassen, senkt die Kosten jedes Starts auf einen Bruchteil einer Einwegrakete und beseitigt den Fertigungsengpass, der die Startfrequenz konventioneller Träger begrenzt. Eine Stufe im 37. Einsatz ist zugleich ein Datenpunkt dafür, wie weit sich diese Hardware treiben lässt: Jeder weitere Flug bedeutet einen zusätzlichen Zyklus aus Triebwerkszündungen, Wiedereintrittshitze und Landelasten, den die Struktur aufgenommen und überstanden hat.
Der Meilenstein fällt in eine dichte Phase: Die dreikernige Variante derselben Raketenfamilie, Falcon Heavy, soll am 30. August das Nancy-Grace-Roman-Weltraumteleskop der NASA vom Kennedy Space Center starten — eine Mission, deren vier Milliarden Dollar teure Nutzlast genau auf jener Zuverlässigkeitsbilanz beruht, die die Starlink-Flüge angesammelt haben.
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