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Buffett, 96, gibt Berkshire-Vorsitz ab – Sohn Howard folgt

Veröffentlicht am 2 min readVon NewUJ Editorial Desk

Aktualisiert am neue Informationen ergänzt

Buffett, 96, gibt Berkshire-Vorsitz ab – Sohn Howard folgt
Foto: U.S. International Trade Administration, public domain (via Wikimedia Commons)
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Berkshire Hathaway teilte am 18. September 2026 mit, dass Warren E. Buffett, 96, mit sofortiger Wirkung zum Chairman Emeritus ernannt worden ist und der Verwaltungsrat seinen Sohn Howard G. Buffett zum Vorsitzenden gewählt hat. Warren Buffett bleibt laut Mitteilung Mitglied des Boards, Susan L. Decker bleibt Lead Independent Director. Howard Buffett gehört dem Berkshire-Board seit 1993 an.

Der Schritt vollendet eine Übergabe, die an der operativen Spitze begonnen hat. CNBC berichtet, die Ankündigung komme gut neun Monate nach dem Amtsantritt von Greg Abel als CEO; seinen Rückzug vom CEO-Posten hatte Buffett den Aktionären erstmals auf der Hauptversammlung im Mai 2025 angekündigt. In dem Brief, der der Mitteilung beiliegt, begründet Buffett den Zeitpunkt mit Abel: "Er trifft schon seit einiger Zeit die Entscheidungen, auf die es ankommt, und ich musste über keine einzige davon zweimal nachdenken", schreibt er und fügt an: "Der Zeitpunkt ist also richtig, um den Übergang abzuschließen." Die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet, Buffett habe den Vorsitz seit 1970 innegehabt.

Wie sich die beiden Rollen aufteilen sollen, schreibt Buffett selbst: "Greg führt das Unternehmen; Howard wird seine Kultur und seine Werte hüten – beides mehr wert als alles in unserer Bilanz." Und weiter: "Stellen Sie sich Howard als eine Police vor, die den Aktionären gehört und von der sie hoffen, sie nie in Anspruch nehmen zu müssen." Laut Mitteilung leitet Howard Buffett seit 1999 als Chairman und CEO die Howard G. Buffett Foundation, die zu globaler Ernährungssicherheit und Konfliktminderung arbeitet, und war fast ein Jahrzehnt lang UN-Sonderbotschafter gegen den Hunger für das Welternährungsprogramm. Abel erklärte für das Board, Buffetts "Wirkung auf Berkshire und seine Eigentümer ist ohne Beispiel in der Geschichte der amerikanischen Wirtschaft".

Bedeutung bekommt die Personalie durch die Größenordnung. CNBC beziffert Berkshire auf rund eine Billion Dollar Wert, mit 19,7 Prozent jährlicher Rendite über Buffetts Amtszeit – fast das Doppelte des S&P 500 –, 44,5 Milliarden Dollar operativem Gewinn im Vorjahr und knapp 400.000 Beschäftigten. Die Marktreaktion am Tag der Mitteilung blieb klein: Um 12:16 Uhr Ortszeit New York notierte die B-Aktie laut Daten von Yahoo Finance bei 508,20 Dollar, rund 0,2 Prozent unter dem Donnerstagsschluss von 509,20 Dollar; die A-Aktie lag bei etwa 761.693 Dollar, gut 0,3 Prozent unter ihrem Donnerstagsschluss. Die US-Börsen waren noch geöffnet, es handelt sich also um Kurse im Tagesverlauf, nicht um Schlusskurse. CNBC verweist darauf, dass die Aktie 2026 rund ein Prozent zugelegt hat, während der S&P 500 um mehr als elf Prozent gestiegen ist.

Offen lässt die Mitteilung, was Chairman Emeritus im Alltag bedeutet: Sie sagt nur, Buffett bleibe im Board und werde "weiterhin sein geschätztes Urteil und seine Perspektive einbringen"; einen Zeitplan für weitere Veränderungen im Gremium nennt sie nicht. "Vater Zeit gewinnt immer", schreibt Buffett. "Zu mir war er allerdings großzügig." Der nächste feste Termin, an dem sich die neue Struktur ablesen lässt, sind die Zahlen zum dritten Quartal; den Zweitquartalsbericht hatte Berkshire am 8. August 2026 veröffentlicht.

Dieser Artikel dient nur zur Information und ist keine Anlageberatung.

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