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Amazon stoppt Frachtpartner 21 Air nach Miami-Unfall mit 5 Toten

Veröffentlicht am 2 min readVon NewUJ Editorial Desk

Aktualisiert am neue Informationen ergänzt

Amazon stoppt Frachtpartner 21 Air nach Miami-Unfall mit 5 Toten
Foto: framalex images, Wikimedia Commons, CC BY 4.0
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Amazon hat die Zusammenarbeit mit 21 Air ausgesetzt. Eine Boeing 767 des Frachtunternehmens aus North Carolina war am 6. September am Miami International Airport über die Landebahn hinausgeschossen und hatte fünf Menschen am Boden getötet. Die Entscheidung gab Amazon am 13. September bekannt, genau eine Woche nach dem Unfall.

"Nach dem tragischen Vorfall am vergangenen Wochenende haben wir Zeit darauf verwendet, die Untersuchung zu unterstützen und die Begleitumstände zu prüfen, und wir haben entschieden, unsere Operationen mit 21 Air, dem Betreiber von Flug 7598, zu pausieren", erklärte Amazon-Sprecherin Kelly Nantel in einer von der Nachrichtenagentur Associated Press zitierten schriftlichen Stellungnahme. Man werde die Untersuchung und alle Betroffenen weiter unterstützen.

Die mit Amazon-Paketen beladene Maschine kam laut AP zu schnell herein, rollte rund 396 Meter (1.300 Fuß) über das Bahnende hinaus und prallte auf einen Kleinbus mit Beschäftigten eines Flugzeugreinigungsunternehmens. Alle fünf Todesopfer saßen in dem Fahrzeug, fünf weitere Menschen wurden verletzt.

Der Schritt wiegt schwer, weil er die erste wirtschaftliche Folge einer noch am Anfang stehenden Untersuchung ist. Vom National Transportation Safety Board (NTSB) am 9. September veröffentlichte Flugdaten zeigen, dass einer der Piloten seinen Kollegen sowohl im Anflug als auch nach dem Aufsetzen warnte, man sei zu schnell. Das Flugzeug lag im Anflug unruhig in der Luft und setzte erst weit hinter dem vorgesehenen Punkt auf, sodass weniger Bremsweg blieb. Rückenwind könnte die Maschine zusätzlich getragen haben. Die Cockpit-Tonaufzeichnung enthielt zudem mehrere automatische Warnungen zur Sinkrate und zum näher kommenden Gelände.

Für alle, die Pakete verschicken oder empfangen, öffnet der Fall ein seltenes Fenster in das Netz beauftragter Frachtflieger hinter der schnellen Lieferung. Amazon betreibt die meisten seiner Frachter nicht selbst, sondern kauft Kapazität bei Unternehmen wie 21 Air ein, das seit 2024 Amazon-Pakete transportierte und auch für DHL fliegt. DHL äußerte sich zunächst nicht dazu, ob es weiter mit dem Carrier arbeiten wird. Die verunglückte Maschine war nach Angaben des Flugverfolgungsdienstes Flightradar24 32 Jahre alt, ursprünglich als Passagierjet gebaut und 2015 zum Frachter umgerüstet — ein in Frachtflotten verbreiteter Weg.

Die Ursache ist weiterhin offen. Das NTSB hat keine Schuld zugewiesen und will das Handeln der Piloten und Fluglotsen, die Wartungshistorie der Maschine, die Praktiken der Fluggesellschaft sowie das stürmische Wetter zum Unfallzeitpunkt prüfen. Das vollständige Protokoll der Cockpit-Gespräche wird erst später im Verfahren veröffentlicht.

21 Air teilte mit, man konzentriere sich weiterhin darauf, "die Familien und Angehörigen zu unterstützen, die von diesem Unfall betroffen sind", und arbeite mit dem NTSB und Partnern wie Amazon zusammen. "Wir vertrauen auf unsere Sicherheitsrichtlinien, Verfahren und Schulungen", so das Unternehmen.

Quellen

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