Zwei neue Inseln am Anak Krakatau nach 25-Stunden-Ausbruch

Sentinel-Satellitenbilder vom 23. September haben zusammen mit Meldungen von Seeleuten und Freiwilligen bestätigt, was in der Sundastraße vor Indonesien entstanden ist: zwei neue Inseln, je eine auf beiden Seiten des Vulkans Anak Krakatau. Das teilte Lana Saria, kommissarische Leiterin der indonesischen Geologiebehörde im Ministerium für Energie und Bodenschätze, am Donnerstag, dem 24. September 2026, in einem Bericht in Jakarta mit.
Die eine Insel liegt 760 Meter vor der Nordwestküste des Vulkans, die andere 495 Meter vor der Südostküste. Verbindet man beide mit einer Geraden, ergibt sich laut Lana eine Nordwest-Südost-Linie, in deren Mitte der Hauptkrater liegt.
Die Behörde führt die Entstehung auf die durchgehenden Ausbrüche vom 4. bis 6. September 2026 zurück. Die rund 25 Stunden andauernde Phase löste einen starken Lavastrom aus und vergrößerte den Vulkankörper um 32,8 Hektar. Zwischen dem Ende dieses Ausbruchs am 6. September und der Bekanntgabe der Inseln am 24. September lagen 18 Tage.
Anak Krakatau ist ein kleiner Vulkan zwischen den indonesischen Inseln Java und Sumatra. Das Earth Observatory der NASA, das am 9. September eine Landsat-8-Aufnahme der Eruptionswolke veröffentlichte, berichtete unter Berufung auf die indonesische Wetterbehörde, die Asche habe bis zum 6. September östlich des Vulkans 6.000 Meter und westlich 15.000 Meter Höhe erreicht. Unter Berufung auf Medienberichte schrieb die NASA, acht Flughäfen auf Java und Sumatra seien vorübergehend geschlossen und fast 3.000 Flüge gestört worden; auch die Luftqualität habe in Teilen des Landes gelitten, darunter in der Hauptstadt Jakarta.
Zum 21. September hatte die Behörde die Aktivitätsstufe von Stufe III (Siaga) auf Stufe II (Waspada) gesenkt. Zusammen mit dem Inselfund legte sie neue Gefahrenzonen fest: Zwei Kilometer um den Hauptkrater und ein Kilometer um jede der beiden neuen Inseln sind für Bevölkerung und Touristen gesperrt.
Offen bleibt, was die beiden Landmassen überhaupt sind. Lana sagte, ihr Team brauche weitere Daten und Analysen, um zu klären, ob es sich um neue Eruptionszentren oder um Ansammlungen sekundären Auswurfmaterials handelt. Die Anwohner der Küsten von Banten und Lampung rief sie auf, ruhig zu bleiben, unbestätigten Tsunami-Gerüchten nicht zu glauben und den Anweisungen der örtlichen Katastrophenschutzbehörde BPBD zu folgen.
Quellen
- ANTARA NewsAgentur
- RRI (Radio Republik Indonesia)Agentur
- NASA Earth ObservatoryPrimärquelle
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