Dritter Beluga der 30-Wal-Rettung stirbt im Shedd Aquarium

Marineland im kanadischen Niagara Falls konnte seine letzten Wale nicht mehr versorgen; eine in letzter Minute von der kanadischen Regierung gebilligte Vereinbarung brachte sie in diesem Sommer außer Landes und bewahrte sie vor der Einschläferung. Vier der 30 Belugas aus dieser Aktion sind inzwischen tot.
Der jüngste Fall ist Osiris, ein 26 Jahre altes Weibchen, das am Montag, dem 21. September, im Shedd Aquarium in Chicago starb — nach Angaben des Hauses, über die ABC7 Chicago berichtete. Es ist der dritte aus Marineland überstellte Wal, der im Shedd gestorben ist. Pfleger bemerkten am Morgen plötzliche Veränderungen im Verhalten und in der Atmung und brachten das Tier in ein medizinisches Becken; der Zustand habe sich “rasch verschlechtert”, trotz lebensrettender Maßnahmen. Die Todesursache war zunächst unklar, eine vollständige Nekropsie ist angekündigt.
Die Chicago Sun-Times berichtet, dass Peekachu, ein 23-jähriges Weibchen, am 25. August und Rain, ein 20-jähriges Weibchen, am 2. September im Shedd starben; am selben 2. September starb auch Beethoven, ein 34 Jahre alter Beluga, der schon vorher im Aquarium lebte und nicht zur Verlegung gehörte. Das Shedd nahm zehn der 30 Belugas auf und verlor drei; Valencia nahm zwei auf und verlor eine.
Denn der vierte Todesfall ereignete sich in Spanien: Jelly Bean starb vergangene Woche im Oceanogràfic de València. Sprecher José Rafael Serra sagte, das Tier sei “plötzlich und unerwartet” gestorben, nachdem Fütterungsprobleme das Veterinärteam zu engerer Überwachung veranlasst hatten. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP verlegte die Operation 30 Belugas und vier Delfine in Aquarien in den USA und in Spanien. Das Georgia Aquarium teilte mit, zwei seiner Tiere hätten weniger gefressen, Untersuchungen hätten aber nichts ergeben; SeaWorld sprach gegenüber AP von “stabiler Gesundheit”.
Nun folgt die behördliche Aufarbeitung. John Chu, Sprecher der US-Fischereibehörde NOAA Fisheries, sagte AP, das Shedd habe den Tod von Osiris am Montag gemeldet; Aquarien müssen Namen und Todesursachen binnen 30 Tagen einreichen und auf Anfrage Nekropsieberichte vorlegen. Andrew Trites, Leiter der Marine Mammal Research Unit an der University of British Columbia, nannte gegenüber AP den zeitlichen Abstand auffällig: “Vier Tiere sind so kurz nach der Ankunft in ihren neuen Heimen gestorben, und das ist es, was mich überrascht.” Das Shedd erklärte, die Tiere seien “mit erheblichen Vorbelastungen angekommen”, ein Ausgang für jedes einzelne habe nicht garantiert werden können.
Quellen
- The Associated Press (via News4Jax)Agentur
- ABC7 Chicago (WLS-TV)Sekundär
- Chicago Sun-TimesSekundär
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