Naturkatastrophe

Taifun Dujuan bei Tokio: JR East stoppt Bahnlinien in Chiba

Veröffentlicht am 2 min readVon NewUJ Editorial Desk

Aktualisiert am neue Informationen ergänzt

Taifun Dujuan bei Tokio: JR East stoppt Bahnlinien in Chiba
Foto: NOAA-20 VIIRS true-color image of 20 September 2026, NASA Worldview / EOSDIS
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Das am Montag, 21. September, um 4:45 Uhr (JST) veröffentlichte Bulletin der japanischen Wetterbehörde JMA verortet Taifun Dujuan – den 25. Taifun der Saison – rund 240 Kilometer südwestlich von Hachijojima, mit 20 km/h nach Norden ziehend. Die Behörde misst einen Kerndruck von 965 Hektopascal, anhaltende Winde von 35 Metern pro Sekunde nahe dem Zentrum und Böen von 50 m/s, etwa 180 km/h. Das System gilt der JMA als "groß" und "stark": Sturmwinde reichen bis zu 700 Kilometer nordöstlich und 440 Kilometer südwestlich des Zentrums.

Das ist ein stärkerer Sturm als der, den die Behörde einen Tag zuvor beschrieb. Am Morgen des 20. September gab die JMA den Kerndruck mit 975 hPa an und warnte, Dujuan könne auf der Boso-Halbinsel in der Präfektur Chiba östlich von Tokio auf Land treffen, wie Japan Today und der öffentlich-rechtliche Sender NHK berichteten. Die Bahn vom Montag hält das Zentrum über dem Meer: tagsüber nord-nordöstlich an den Izu-Inseln vorbei, um 15 Uhr etwa 60 Kilometer nordwestlich von Hachijojima, am Abend nach Nordosten beschleunigend vor der Küste von Boso und am 22. September um 3 Uhr rund 240 Kilometer ostnordöstlich von Choshi. Die Zone orkanartiger Winde um das Zentrum misst weiterhin 140 bis 230 Kilometer, und der Prognosekreis der JMA weitet sich bis zum Abend auf 50 bis 55 Kilometer – die genaue Linie ist also offen.

Brisant ist der Zeitpunkt. Die Annäherung fällt in die Silver Week, Japans fünftägige Herbstferien mit dem Höhepunkt des Inlandsreiseverkehrs. Die Bahngesellschaft JR East hat die Einstellungen für den 21. September bereits veröffentlicht: Die Kururi-Linie zwischen Kisarazu und Kazusa-Kameyama fährt den ganzen Tag nicht, die Uchibo-Linie zwischen Kimitsu und Awa-Kamogawa sowie die Sotobo-Linie zwischen Honda und Awa-Kamogawa ab etwa 14 Uhr, die Hachiko-Linie zwischen Komagawa und Yorii und die Togane-Linie ab etwa 15 Uhr, die Sobu-Hauptlinie zwischen Sakura und Choshi, die Narita-Linie zwischen Narita und Choshi sowie die Kashima-Linie ab etwa 16 Uhr bis zu den letzten Zügen, so TRAICY Global. Die Ome-Linie zwischen Ome und Okutama pausiert ab etwa 14 Uhr bis gegen 10 Uhr am Folgetag; die Schnellzüge Shinjuku Sazanami sowie Shiosai 7 und 14 entfallen. Die Tokyo Game Show hatte ihren Abschlusstag am 21. September bereits gestrichen.

Die JMA ruft Bewohner der Izu-Inseln, der Kanto-Region und der Pazifikküsten von Tokai und Tohoku auf, wegen Starkregen, Sturm, hoher Wellen, Erdrutschen und Überflutungen in Senken und Untergeschossen wachsam zu bleiben. Für die 24 Stunden bis Sonntag 18 Uhr prognostizierte sie bis zu 150 Millimeter Regen auf den Izu-Inseln und in Kanto sowie 120 Millimeter im zentralen Tokai.

Offizielle Zahlen zu Opfern oder Evakuierten gibt es nicht. Die am 20. September genannten Böenwerte gingen auseinander: Japan Today nannte unter Berufung auf die JMA 162 km/h, NHK 180 km/h; das Montagsbulletin führt 50 m/s. Bis zum 23. September, 3 Uhr, erwartet die JMA eine Abschwächung auf 984 hPa weit östlich von Japan.

Quellen

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