Quantenexperiment bestätigt negative Zeit bei
Ein Quantenexperiment, das am 4. August 2026 in Physical Review Letters veröffentlicht wurde, hat gezeigt, dass Photonen eine negative Zeitspanne in einer Atomwolke verbringen können – eine Herausforderung für konventionelle Interpretationen der Quantenzeit. Die Arbeit wurde von Howard Wiseman, Direktor des Centre for Quantum Dynamics an der Griffith University, und Aephraim Steinberg von der University of Toronto geleitet.
Die Forscher schossen Photonen durch eine Wolke aus Rubidiumatomen. Diese Atome stehen in Resonanz mit den Photonen, sodass die Energie eines Photons vorübergehend als atomare Anregung übertragen werden kann. Dadurch verweilt das Photon effektiv, bevor es wieder emittiert wird. Da die Photonen eine wohldefinierte Energie hatten, war ihre Zeitmessung unsicher, was es dem Team ermöglichte, durchschnittliche Ein- und Austrittszeiten zu berechnen.
Wenn ein Photon direkt durch die Wolke ging, implizierte seine Ankunftszeit eine negative Verweilzeit – ein Phänomen, das erstmals 1993 in einem Experiment von Steinberg und anderen beobachtet wurde. Viele Physiker taten es als Artefakt ab und führten die frühe Ankunft darauf zurück, dass nur die Vorderseite des Photonenpulses durchkommt.
Um dies zu testen, verwendete das Team einen schwachen Laserstrahl, um die Atome während des Photonendurchgangs zu untersuchen. Durch Mittelung über Millionen von Durchläufen machten sie eine schwache Messung der Verweilzeit. Das Ergebnis entsprach exakt der negativen Zeit und zeigte, dass die negative Verweilzeit kein Artefakt ist.
Entscheidend ist, dass diese schwach gemessene negative Verweilzeit nicht durch die Pulsfront-Idee erklärt werden kann. Stattdessen beeinflusst die Messung direkt die Atomwolke und offenbart einen paradoxen, aber realen Effekt.
Die Ergebnisse implizieren keine Zeitreise und sind vollständig durch die Standardphysik erklärt. Sie zeigen, dass die Quantenforschung weiterhin unerwartete Verhaltensweisen aufdeckt und erinnern Wissenschaftler daran, dass noch mehr Phänomene auf ihre Entdeckung warten.
Quellen
- ScienceDailySekundär
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