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Steigende CO2-Werte könnten im menschlichen Blut nachweisbar sein und in 50 Jahren ein Toxizitätsrisiko darstellen

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Eine neue Studie legt nahe, dass steigende atmosphärische Kohlendioxidwerte bereits im menschlichen Blut nachweisbar sein könnten, und Forscher warnen, dass die Außenluft innerhalb von 50 Jahren für den Menschen „potenziell toxisch“ werden könnte. Die im Journal *Sustainability* veröffentlichte Forschung zeigt, dass die CO2-Konzentrationen in der Luft sich Niveaus nähern, die die kognitive Funktion beeinträchtigen und Gesundheitsrisiken für die Allgemeinbevölkerung darstellen könnten.

Die Studie betrifft jeden, der Außenluft atmet, aber besonders gefährdete Gruppen sind Kinder, ältere Menschen und Personen mit Atemwegserkrankungen. Mit steigenden CO2-Werten sammelt sich das Gas in geschlossenen Räumen an und kann in den Blutkreislauf gelangen, was möglicherweise zu verminderter Entscheidungsfähigkeit, Kopfschmerzen und Schläfrigkeit führt. Die Forscher betonen, dass dies nicht nur ein Innenraumproblem ist – auch die CO2-Konzentrationen im Freien steigen.

Dies ist von Bedeutung, da aktuelle Klimamodelle prognostizieren, dass der atmosphärische CO2-Gehalt bis 2070 550 Teile pro Million (ppm) oder mehr erreichen könnte, ein Wert, den einige Studien mit kognitivem Abbau in Verbindung gebracht haben. Der Hauptautor der Studie, Dr. Mark Jacobson von der Stanford University, merkt an, dass bei 1.000 ppm die Raumluftqualitätsstandards bereits als schlecht gelten und die Außenwerte in vielen städtischen Gebieten innerhalb von Jahrzehnten diesen Schwellenwert überschreiten werden.

Die Quelle liefert konkrete Zahlen: Der heutige globale CO2-Durchschnitt liegt bei etwa 420 ppm, gegenüber 280 ppm vor der industriellen Revolution. Die Studie warnt, dass bei ungebremsten Emissionen der CO2-Gehalt im Freien bis 2070 auf 550 ppm steigen könnte, und in schlecht belüfteten Städten könnten die Werte sogar noch höher ausfallen. Die Forschung baut auf früheren Arbeiten auf, die zeigen, dass CO2 bei 1.000 ppm die menschliche kognitive Leistungsfähigkeit um 15-50 % beeinträchtigt.

Hintergrund: Die Studie ist Teil einer wachsenden Forschung zu den direkten physiologischen Auswirkungen von CO2, über seine Rolle beim Klimawandel hinaus. Frühere Studien konzentrierten sich auf Innenräume, aber dieses Papier erweitert die Bedenken auf die Außenluft. Die Autoren stellen fest, dass CO2 im Blut gelöst wird und Kohlensäure bildet, die den Blut-pH-Wert verändern und die Sauerstoffversorgung beeinträchtigen kann.

Die wahrscheinlichen nächsten Schritte, so die Quelle, umfassen dringende Forderungen nach strengeren Emissionsreduktionen und mehr Forschung zur chronischen niedrigen CO2-Exposition. Die Studie legt nahe, dass Regierungen CO2 als direkten Schadstoff betrachten müssen, nicht nur als Treibhausgas, und die Luftqualitätsrichtlinien entsprechend aktualisieren sollten. Ohne Maßnahmen, so warnen die Forscher, könnte eine „potenziell toxische Atmosphäre“ innerhalb eines halben Jahrhunderts Realität werden.

Quellen

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