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Seare schlägt Ingebrigtsen: 5-km-WM-Gold in 12:56

Veröffentlicht am 2 min readVon NewUJ Editorial Desk

Aktualisiert am neue Informationen ergänzt

Seare schlägt Ingebrigtsen: 5-km-WM-Gold in 12:56
Foto: Premeditated, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (file photo from the 2024 Bislett Games, not the Copenhagen race)
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Der Eritreer Dawit Seare hat am Samstag, dem 19. September, bei den World Athletics Road Running Championships Copenhagen 26 das 5-km-Rennen der Männer gewonnen. Seare holte Jakob Ingebrigtsen auf den letzten Metern ein und lief in 12:56 zu einem eritreischen Landesrekord. Ingebrigtsen kam drei Sekunden später in norwegischer Rekordzeit von 12:59 ins Ziel; Seares erst 19 Jahre alter Teamkollege Saymon Amanuel machte mit einer persönlichen Bestzeit von 13:00 den dritten Platz und damit den eritreischen Doppelerfolg auf dem Podium perfekt.

Das frühe Renngeschehen bestimmte Frankreich. Mittelmeerspiele-Sieger Flavien Szot führte den ersten Kilometer in 2:38 an, direkt dahinter Europarekordhalter Jimmy Gressier. Nach zwei Kilometern in 5:20 verließ Szot die Strecke. Kurz vor Kilometer vier, erreicht nach etwa 10:20, setzte sich der Äthiopier Mezgebu Sime an die Spitze, ehe Seare für den langen Schlussspurt das Kommando übernahm. Rund 30 Sekunden vor dem Ziel zog Ingebrigtsen an ihm vorbei. Im offiziellen Rennbericht von World Athletics, verfasst von Jon Mulkeen, heißt es, für einen Moment habe es so ausgesehen, "als hätte der Olympiasieger über 5000 m seinen Angriff perfekt getimt". Seare antwortete fast sofort, zog gleich und setzte sich auf den letzten Metern ab.

Bemerkenswert macht das Ergebnis vor allem der Zeitpunkt. Ingebrigtsen lief an seinem 26. Geburtstag und nur acht Tage nach seinem 5000-m-Sieg bei der World Athletics Ultimate Championship in Budapest – ein Titel, der laut NBC Sports sieben Monate nach einer Achillessehnen-Operation kam. Kopenhagen war sein drittes großes Meisterschaftswochenende in Folge und erst sein zweites 5-km-Straßenrennen überhaupt; beim ersten vor sechs Jahren lief er 13:28. Seine 12:59 bedeuteten also eine gewaltige Steigerung seiner eigenen Straßenbestzeit – und reichten trotzdem nicht.

Für Seare, in diesem Jahr afrikanischer 5000-m-Meister, vollendete der Sieg laut World Athletics seinen Weg an die Spitze des globalen Podiums: Vor drei Jahren war er bei den ersten World Road Running Championships in Riga als Teenager Vierter geworden. Die Zeiten hinter dem Podium zeigen, wie schnell 5-km-Straßenrennen geworden sind: Der Australier Ky Robinson, als Commonwealth-Sieger über 10.000 m angereist, wurde in ozeanischem Rekord von 13:04 Vierter, der Ugander Keneth Kiprop lief zeitgleich zu einer persönlichen Bestleistung auf Platz fünf.

Aussagen von Seare oder Ingebrigtsen nach dem Rennen hat World Athletics bislang nicht veröffentlicht; die Schilderung des entscheidenden Antritts aus Sicht der Läufer fehlt also noch. Den Titel in der Mixed-Teamwertung sicherte sich Äthiopien mit Addisu Yihune und Mezgebu Sime bei den Männern sowie Likina Amebaw und Aleshign Baweke bei den Frauen. Die Meisterschaften gehen in Kopenhagen mit dem Halbmarathon weiter. Bereits am Samstagvormittag gewann der Deutsche Robert Farken die Straßenmeile der Männer in 3:51.80 – Weltjahresbestzeit und deutscher Rekord sowie Platz zwei der ewigen Weltbestenliste hinter dem Weltrekord von Elliot Giles (3:51,3). Silber ging an den US-Amerikaner Yared Nuguse in einer Saisonbestzeit von 3:52.33.

Quellen

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